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Brussels Airlines schluckt belgische Thomas Cook

Ende November ist Schluss: Lufthansa-Tochter Brussels Airlines übernimmt den Betrieb von Thomas Cook Airlines Belgium. Das stärkt auch Eurowings.

Thomas Cook Airlines

Kinderzeichnung eines Thomas-Cook-Fliegers: Nicht mehr lange am belgischen Himmel zu sehen.

Es ist eine alte Liebe. Seit mehr als 15 Jahren kauft Thomas Cook in Belgien zur Ergänzung des Angebots der hauseigenen Charterairline externe Kapazitäten ein. Brussels Airlines führt für den Reisekonzern jedes Jahr Hunderte von Flügen an Ziele rund ums Mittelmeer durch.

Nun wird aus der Liebe mehr. Thomas Cook setzt für das belgische Geschäft künftig fast ausschließlich auf die Lufthansa-Tochter. Brussels Airlines werde die zentrale Airline-Partnerin, teilten die beiden Unternehmen am Donnerstag (30. März) in einer Pressemitteilung mit. Ende November stellt Thomas Cook Airlines Belgium deshalb den Betrieb ein, die Landerechte gehen alle an Brussels Airlines über.

40 Bodenmitarbeiter verlieren die Stelle

Alle 160 Piloten und Flugbegleiter werden von Brussels Airlines übernommen, ebenso wie zwei der fünf Airbus A320, die Thomas Cook Belgium betreibt. 40 Angestellte am Boden verlieren aber als Folge des Endes von Thomas Cook Airlines Belgium ihre Stelle. Die verbleibenden drei A320 der belgischen Charterairline werden anderswo im Thomas-Cook-Konzern eingesetzt.

Gemeinsam wollen Thomas Cook und Brussels Airlines im Ferienflug-Geschäft wachsen. Man werde daran arbeiten, in den nächsten drei Jahren neue Langstrecken-Destinationen in Nordamerika, der Karibik, Afrika und Asien anzubieten. Diese Information ist vor allem vor dem Hintergrund interessant, dass Brussels Airlines organisatorisch bei Lufthansas Billigtochter Eurowings angegliedert ist, die solche Ziele derzeit ab Köln bedient.



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