Teetasse: Für Gratistee sollte man sie bei British Airways dabei haben.

British AirwaysEigener Tee nur noch mit eigener Tasse

Ihr Tee ist den Briten heilig. Doch ausgerechnet auf British-Airways-Flügen gibt es damit Probleme. Eine eigene Tasse soll Abhilfe schaffen.

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Schluss mit gratis: Seit dem 11. Januar müssen Economy-Passagiere auf Kurzstreckenflügen von British Airways für Essen und Getränke zahlen. Die Fluggesellschaft hat die Gratis-Verpflegung gestrichen – zugunsten einer Auswahl kostenpflichtiger Snacks, die sie in Zusammenarbeit mit dem Einzelhandelsunternehmen Marks & Spencer anbietet.

Alle Speisen kosten weniger als 5 Pfund (5,77 Euro). So gibt es etwa ein «Sandwich mit geräuchertem britischen Bacon - warm serviert» für 4,75 Pfund (5,48 Euro) oder ein «Joghurt mit Sommerbeerenkompott und knusprigem Müsli» für 1,95 Pfund (2,25 Euro). Gezahlt werden kann nicht in bar, sondern nur mit Karte oder mit der Vielflieger-Währung der Airline, den Avios.

Die eigene Tasse nicht vergessen

Doch was interessiert den Briten das Essen? Viel wichtiger ist doch wohl der Tee! Eine Tasse kostet 2,30 Pfund (2,65 Euro). Zur Auswahl stehen «English Breakfast», «Earl Grey», «Pure Green» und «Peppermint», alle von der Marke Twinings. Doch was tut der Genießer, der mit dieser Auswahl nicht zufrieden ist? Er bringt sich seinen eigenen Tee mit.

Und dann? Dann muss zahlen, wer heißes Wasser will. Das berichtete zumindest Businesstraveller zum Entsetzen seiner Leser. Doch verlangt British Airways von seinen teeliebenden Passagieren wirklich Geld fürs heiße Wasser? aeroTELEGRAPH hat bei der Airline nachgefragt. Die antwortete prompt und schrieb: «Wir freuen uns, Kunden kostenlos heißes Wasser anzubieten, aber wir würden sie bitten, ihre eigene Tasse bereitzustellen. Denn alle Becher, die wir auf Kurzstreckenflügen nutzen, erhalten wir nun als Set mit einem Teebeutel inklusive.» So die Stellungnahme der Airline.

Unterschiedliche Erfahrungsberichte

Doch funktioniert das auch in der Praxis? Die Kritik eines Passagiers, den Forbes zitiert, lässt zumindest Zweifel aufkommen. Er pendelt zwischen Prag und London und schreibt: «Ich bringe immer meinen eigenen hochqualitativen Tee und eine Tasse mit und frage die Crew nach heißem Wasser. Ich trinke meinen Tee und gehe schlafen. Zu meiner Überraschung ist es mir nicht mehr erlaubt, heißes Wasser zu bekommen. Tatsächlich ist es mir nicht mal erlaubt, überhaupt Wasser auf einem BA-Kurzstreckenflug zu bekommen, außer ich zahle dafür (selbst wenn ich meine eigene Tasse und Tee mitbringe) oder es ist ein medizinischer Notfall, dann kann ich einen Becher kaltes Wasser gratis bekommen.»

Ein Tester der Zeitung Independent schreibt dagegen (über kaltes Wasser): «Die Kabinenbesatzung wird einen Becher Trinkwasser auf Anfrage gratis servieren.» Forbes hat sich etliche Erfahrungsberichte angeschaut und schreibt, die meisten Passagiere hätten auf Nachfrage Leitungswasser bekommen. Es gebe jedoch auch Berichte, laut denen Fluggäste selbst zur Arzneieinnahme kein Gratis-Wasser erhalten hätten. Unterm Strich bleibt wohl zu sagen: Die Passagiere sind not amused über den neuen Kurs von British Airways.

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