Halva-Süßigkeit von Achva: Wieder an Bord von Brussels Airlines erhältlich.

IsraelBoykottdrohung lässt Brussels Airlines umdenken

Brussels Airlines kippte kurzzeitig ein Produkt aus dem Menü, das in den besetzten Gebieten hergestellt wird. Aus Israel wurde die Fluggesellschaft daraufhin des Antisemitismus und Rassismus beschuldigt.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Halva ist im ganzen Orient beliebt. Die Süßspeise besteht aus einem Mus aus Ölsamen und Zucker oder Honig, das mit Aromen verfeinert wird. Auch in Israel ist Halva beliebt. Und so ist die Speise auch in den vegetarischen Menüs zu finden, die der lokale Caterer von Brussels Airlines für die Flüge von Tel Aviv nach Brüssel zusammenstellt.

Ein Passagier wies Brussels Airlines kürzlich darauf hin, dass die Halva-Herstellerin Achva im Barkan Industrial Park produziert. Das Industriegelände liegt rund 25 Kilometer östlich von Tel Aviv in Westjordanland. Organisationen wie Human Rights Watch kritisieren, dass die dortigen Firmen internationales Recht verletzten, weil sie auf besetztem Gebiet produzieren. Westjordanland steht unter Verwaltung der Palästinensischen Autonomiebehörde, dennoch gibt es auf dem Gebiet Hunderte israelische Siedlungen und eben den Barkan Industrial Park. Aufgrund der Information ließ eine Mitarbeiterin der belgischen Airline das Produkt aus dem Angebot nehmen.

Tourismusminister wettert gegen Brussels Airlines

Das wiederum führte in Israel zu Aufruhr. In Sozialen Netzen wurde Brussels Airlines Antisemitismus oder auch Rassismus unterstellt. Schnell machten Boykottdrohungen die Runde. Und Tourismusminister Yariv Levin meinte, die Fluggesellschaft habe nichts mehr am Ben-Gurion-Flughafen von Tel Aviv verloren.

Nach dem Proteststurm dachte Brussels Airlines erneut um. «Die Mitarbeiterin hat ihre Kompetenzen überschritten als sie das Produkt aus dem Angebot nahm», so die Sprecherin. Als Airline sei man strikt neutral. In einem Brief an die israelische Botschafterin in Belgien entschuldigte sich das Unternehmen zudem. «Es ist klar, dass Achva ein vertrauenswürdiger Lieferant bleibt - ungeachtet der Herkunft des Produktes. Darum werden wir die Produkte auf unseren Flügen weiterhin führen», zitiert die Zeitung Yedioth Ahronoth aus dem Schreiben.

Mehr zum Thema

ticker-israel

Israel lässt wieder etwas mehr Passagiere pro Abflug zu

ticker-el-al-neu2

Israel schränkt Betrieb am Flughafen Tel Aviv stark ein - El Al bei Abflügen ins Ausland nur noch mit 5 Prozent Kapazität

ticker-israel

Israel organisiert kostenlose Rückholflüge aus den Emiraten

ticker-israel

Israel will Luftraum wieder öffnen

Video

03cb5639-a63e-4644-b420-139634c38344
Die abgelegenste bewohnte Insel der Welt kämpft mit der Angst vor einem Hantavirus-Ausbruch. Nun warf ein britischer Airbus A400 M medizinisches Material über Tristan da Cunha ab – begleitet von Fallschirmjägern und Notfallmedizinern.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Der Airbus A321 Neo von Frontier: Die Passagiere verließen das Flugzeug über die Notrutschen.
Dramatische Szenen am Flughafen Denver: Ein Airbus A321 Neo von Frontier Airlines stoppte den Startlauf abrupt, nachdem das Flugzeug eine Person auf der Piste erfasst hatte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg