Production line of the Boeing 787: Difficulties have emerged.

Regelwidrigkeiten entdecktBoeings Sicherheitsprobleme vor der 737 Max

Im Zuge des Groundings der 737 Max wird Boeings Sicherheitskultur unter die Lupe genommen. Dabei kommen auch Schwierigkeiten aus der Vergangenheit ans Licht.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Die Luftfahrtbehörde der USA hat schon vor den beiden tödlichen Abstürzen von 737 Max von Lion Air und Ethiopian Airlines mit Boeing um die Sicherheitskultur gestritten. Das berichtet die Washington Post. Die Zeitung bezieht sich dabei vor allem auf Vorfälle im Jahr 2015 und eine anschließende Einigung zwischen Konzern und der Federal Aviation Administration FAA.

Auf einer Reise nach Japan sei einem FAA-Mitarbeiter 2015 aufgefallen, dass ein dortiger Boeing-Zulieferer über Jahre Zertifikate für Hunderte von Frachttüren von Boeing 777 gefälscht habe, schreibt das Blatt unter Berufung auf Interviews und Regierungsdokumente. Im selben Jahr hätten Boeing-Techniker Werkzeuge in Flügeln von Flugzeugen vergessen und Verkabelungen bei der 787 unsachgemäß vorgenommen. Kürzlich wurde auch bekannt, dass ebenfalls 2015 eine Boeing 787 an Air Canada ausgeliefert wurde, für deren Übergabe Boeing-Mitarbeiter Dokumente gefälscht hatten.

Boeing gelobt bei Paketlösung Besserung

Wegen Verstößen gegen Sicherheitsvorschriften habe die FAA in dieser Zeit mehr als ein Dutzend Verfahren gegen Boeing gestartet oder erwogen, schreibt die Washington Post unter Berufung auf FAA-Dokumente. Da Boeing zwar Lösungen versprochen, diese am Ende aber oft nicht geliefert habe, sei die Behörde einen anderen Weg gegangen. Statt jeden einzelnen Fall abzuhandeln, habe sie Ende 2015 eine Paketlösung mit Boeing vereinbart.

Das Unternehmen und die Behörde unterzeichneten demnach eine fünfjährige Vergleichsvereinbarung. Laut dieser zahlte Boeing 12 Millionen Dollar - rund 10 Prozent des heutigen Listenpreises einer 737 Max 8. Das Management stimmte auch zu, wesentliche Änderungen an internen Sicherheitssystemen und -praktiken vorzunehmen.

Justizministerium weitet Untersuchung aus

In den rund dreieinhalb Jahren bis zum September 2018 habe Boeing es jedoch verfehlt, einige der Verpflichtungen aus dem Abkommen zu erfüllen, berichteten zwei Informanten der Washington Post. Boeing erklärte, man habe wichtige Schritte unternommen, um die Anforderungen zu erfüllen. Die FAA entschied sich im vergangenen Jahr gegen eine zusätzliche Strafe von erneut 12 Millionen Dollar.

Die Seattle Times berichtet derweil, das US-Justizministerium untersuche nicht mehr nur die Zertifizierung der 737 Max, sondern habe nun auch Vorladungen im Zusammenhang mit der 787-Produktion in South Carolina verschickt. Die New York Times hatte im April bereits über massive Vorwürfe on Mitarbeitern der Dreamliner-Produktion in dem Bundesstaat berichtet.

Mehr zum Thema

Boeing startet Flugtestreihe für neue Technologien mit 777

Boeing startet Flugtestreihe für neue Technologien mit 777

Dreamliner von Air Canada: Ein Jet wurde mit falschen Papieren übergeben.

Boeing-Mitarbeiter fälschten Dokumente für Dreamliner

Boeing-Werk in Charleston: Probleme bei der Qualitätssicherung?

Angestellte kritisieren Zustände in Boeing-Fabrik

ticker-boeing-1

Boeing startet mit 46 Auslieferungen und netto 112 Bestellungen ins Jahr

Video

Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
ilyushin il 114 300 kaelte
Das neue russische Turboprop-Flugzeug wird in den eisigen Bedingungen des Fernen Ostens dringend benötigt - auch von Polar Airlines. Doch dafür ist noch eine Anpassung an der Ilyushin Il-114-300 nötig.
Timo Nowack
Timo Nowack
wizz air airbus a321 neo madeira
Es kommt zwar immer wieder vor, dass Flugzeuge aufgrund starker Winde nicht direkt auf Madeira landen können. Die Passagiere eines Wizz-Air-Fluges aus Wien erlebten nun aber eine besondere Warteschleifen-Odyssee.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies