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Boeing setzt auf Naturfasern

Werkstoffe im Flugzeugbau sind mitunter nicht sehr umweltfreundlich. Boeing will das ändern – und setzt auf ein Material, das seit Jahrhunderten verwendet wird.

Airlines motzen ihre Kabinen gerne von Zeit zu Zeit auf. Der Markt für die Innenausstattung von Flugzeugen dürfte bis 2016 auf etwa zwölf Milliarden Dollar steigen. Die neuen Designs sehen meist ziemlich chic aus – haben aber häufig einen erheblichen Nachteil: die Umweltbelastung. Denn wo Neues eingebaut wird, fliegt Altes auf den Müll. Und weil die Airlines versuchen, sich durch besonders stylische Kabinen voneinander abzusetzen, findet dieser Austausch in immer kleineren Abständen statt. Die Umweltbelastung steigt also.

Boeing bastelt an einer Lösung: Ihre spanischen Ingenieure haben Kabinenverkleidungen aus Flachsfaser entwickelt, wie Skift berichtet. Flachs – oder auch Lein genannt – wird seit Jahrhunderten für Textilien verwendet, bislang wurde aber noch nicht versucht, den Stoff für das Flugzeuginnere zu nutzen. Kabinenverkleidungen bestehen heute meist aus Plastik oder Glasfaser. Boeing nutzt nun also Flachsfaser als Werkstoff. Sind die Tests in Madrid erfolgreich, könnte die umweltfreundliche Innenverkleidung bald serienmäßig eingebaut werden.



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