Produktion der 737 Max: Steht seit Januar still.

Blick nach vorneBoeing möchte ab Mai wieder 737 Max bauen

Alles neu macht der Mai? Boeing visiert für den Monat den Neustart der 737-Max-Produktion an. Allerdings gibt es noch viele Unsicherheitsfaktoren.

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Es sind wahrlich keine guten Zeiten für den größten Flugzeugbauer der Welt. Seit einem Jahr darf die Boeing 737 Max nicht abheben, seit Januar ruht auch die Produktion. Mehr als 400 fertig gebaute Jets musste Boeing bereits parken.

Jetzt macht auch noch die Corona-Krise dem Hersteller das Leben schwer. Auch  der Bau der Langstrecken-Modelle in der Region Seattle muss deshalb für mindestens zwei Wochen pausiert werden. Zudem könnten Geparkte Jets nicht gewartet werden. Dennoch gibt es nun ein Hoffnungszeichen.

Boeing will sehr langsam starten

Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Informanten berichtet, visiert Boeing den Monat Mai an, um die Produktion der 737 Max wieder aufzunehmen. Der Flugzeugbauer soll demnach einige Zulieferer aufgefordert haben, schon im April Teile für die 737 Max zu liefern. Einer der Informanten erklärte, eigentlich habe Boeing bereits im April wieder 737 Max bauen wollen. Aufgrund der Corona-Krise sei man nun aber auf Mai ausgewichen.

Boeing-Finanzchef Greg Smith sagte gegenüber Reuters, man setze auf ein «sehr langsames, methodisches, systematisches Vorgehen». Oberste Priorität habe es, die bereits an Kunden ausgelieferten 737 Max wieder in die Luft zu bekommen. Weltweit sind das rund 380 Exemplare.

Erst wenn grünes Licht von den Behörden

Smith erklärte weiter, während man die Produktion wieder hochfahre, werde man auch Flugzeuge ausliefern, um den Bestand an geparkten Fliegern nicht weiter zu erhöhen. Dafür braucht der Flugzeugbauer aber erst einmal grünes Licht zumindest von der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA, dass die 737 Max wieder fliegen darf.

Und das ist nicht der einzige Unsicherheitsfaktor. Die größte Frage ist derzeit wohl, wie hart und wie lange die Coronavirus-Epidemie Boeing trifft. Schon jetzt sind 38 Mitarbeiter des Flugzeugbauers in den USA erkrankt, einer verstorben. Finanziell bemüht sich Boeing um Hilfe von der Regierung. Auch Zulieferer kämpfen in der Krise, die sich gerade erst entfaltet, um ihre Existenz.

Unsicherheiten und Blick nach China

Ebenfalls ist nicht ausgeschlossen, dass Airlines mit 737-Max-Orders die Corona-Krise nicht überleben. Oder sie können sich neue Jets zumindest vorerst nicht mehr leisten. Boeings Hoffnung liegt dabei zunächst auf China, wie Konzernchef David Calhoun dem TV-Sender CNBC sagte.

Das Land erhole sich bereits und «spricht mit uns über Bestellungen und zukünftige Bestellungen». Generell rechne er mit einer «langsamen aber stetigen Erholung», sobald auch die Wirtschaft in den westlichen Staaten die Krise überstanden habe.

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