E190 der Generation E2: «Wir lieben E2 als Marke.»

ZusammenarbeitBoeing «liebt» die Marke Embraer

Die Amerikaner übernehmen die Kontrolle bei Embraers Zivilflugzeugsparte. Nun zeigt sich Boeings Chef als Fan der brasilianischen Marke. Das könnte auch Kalkül sein.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Es wirkte fast schon perfekt orchestriert: Nur wenige Minuten, nachdem Boeing und Embraer ihre gemeinsame Pressekonferenz auf der Farnborough Air Show beendet hatten, verschickten die Unternehmen quasi zeitgleich ihre Pressemitteilungen. Bei beiden bestellt United Airlines Flugzeuge. Noch darf das Duo eigentlich keine Bestellungen koordinieren. Denn: Der Deal, ein gemeinschaftliches Unternehmen in der Zivilluftfahrt zu gründen, braucht noch die Zustimmung des brasilianischen Staates. Selbst rechnen sie erst 2019 damit.

United Airlines kann aber machen, was sie will – und fasste die Bestellung in einer einzelnen Medienmitteilung zusammen. Ein Zeichen dafür, dass die Fluggesellschaft die beiden Unternehmen bereits als Einheit sieht. Bei den Brasilianern bestellt United fest 25 Embraer E 175. Die Kurz- und Mittelstreckenflieger werden mit 70 Sitzen ausgestattet, teilt der Hersteller mit. Bei Boeing bestellt die amerikanische Fluglinie vier weitere Dreamliner vom Typ 787-9.

«Weiter auf Marke Embraer aufbauen»

Nicht ganz so resolut war man hingegen, als es zum die Zukunft der Marken ging. Das Thema ist vor allem vor dem Hintergrund interessant, dass Airbus die von Bombardier hinzugekaufte C-Series erst gerade in Airbus A220 umgetauft hat. Grundsätzlich schlug Boeing-Geschäftsführer Dennis Muilenburg einen Ton an, der eher nach einem Weiterbestehen der Marke Embraer klang.

Man sehe sich gerade an, wie man das Ganze «am besten miteinander verschmelzen kann», so Muilenburg. Aber: «Wir lieben E2 als Marke», so der Manager. Die E2-Familie ist die modernisiere Variante der E-Jets von Embraer. «Und auch die Embraer-Marke ist sehr stark», fügte Muilenburg an. «Wir wollen darauf weiter aufbauen.»

Angst vor Veto?

Eine klare Zusage ist das freilich nicht, und Fakt ist auch: Die brasilianische Regierung ist dem Zusammenschluss sicher wohlgesonnener gegenüber, wenn sie davon ausgeht, dass der Name Embraer aus der Welt der Zivilflugzeuge nicht verschwindet. Boeing hat sicherlich verschiedne Zugeständnisse gemacht. Bekannt ist, dass das Management brasilianisch und der Sitz von Embraer in Brasilien bleibt.

Die Joint-Venture-Lösung ist nämlich auch ein Kompromiss. Brasilien besitzt bei Embraer über eine so genannte Goldene Aktie trotz Privatisierung im Jahr 1994 immer noch ein Vetorecht. Brasília hatte vor allem Angst um das Rüstungsgeschäft des nationalen Konzerns, das eng mit der brasilianischen Armee verzahnt ist. Es bleibt nun beim Embraer-Konzern, ebenso wie die Businessjets. Der Deal soll bis Ende 2019 abgeschlossen werden. Das Vetorecht erstreckt sich allerdings auch auf Namensänderungen.

Mehr zum Thema

Flieger mit Boeing-Logo: Der Hersteller zahlt an Hinterbliebene.

Fluglinie aus Kamerun und Boeing streiten 30 Jahre nach Absturz um 179 Millionen Dollar

Boeing-Saab T-7A Red Hawk Advanced Jet Trainer - transatlantische Wertarbeit für besseres Ernstfall-Training

Transatlantischer Trainingsjet mit Ambitionen und Hürden

Boeing-737-Max-Produktion: Die Max 7 und die Max 10 sind noch nicht zertifiziert.

Boeing ist ab 2030 finanziell bereit für neues Flugzeugprogramm

Bunte Flugzeugwelt in Farnborough: An der Messe werden Dutzende Fluggeräte gezeigt.

Das sind die Stars der größten Luftfahrtmesse der Welt

Video

alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a321 neo jetsmart sprayer
Sprayer haben am Flughafen Santiago de Chile einen Airbus A321 Neo besprüht, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Es handelt sich um einen von drei Jets im Besitz von Jetsmart, die Wizz-Air-Farben tragen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil