Produktion der 737 Max: Droht eine Pause?

GroundingBoeing könnte 737-Max-Produktion pausieren

Sollte sich das Grounding der 737 Max weiter in die Länge ziehen als gedacht, erwägt Boeing drastische Maßnahmen.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Die Luftfahrtbehörde der USA macht einen weiteren Schritt hin zur Wiederzulassung der Boeing 737 Max. Am Freitag (6. Dezember) veröffentlichte die Federal Aviation Administration FAA die provisorische Mindestausrüstungsliste für das Flugzeugmodell, im Branchenjargon Master Minimum Equipment List genannt. Nun können Interessierte während 30 Tagen Änderungen, Streichungen oder Ergänzungen fordern.

Wann die 737 Max wieder fliegen darf, ist aber weiterhin unklar. Es gebe keinen festen Zeitplan, so die FAA in der Mitteilung zur Mindestausrüstungsliste weiter. Dennoch bereitet sich Boeing langsam auf eine Rückkehr vor. Dieser Tage lud der amerikanische Konzern «ausgewählte Führungspersönlichkeiten» aus der Luftfahrt ein, um zu demonstrieren, wie man sich auf das Ende des Groundings der 737 Max vorbereitet.

Sanfter Druck auf Behörden

Sollte sich der Prozess der Wiederzulassung verzögern, hat der Flugzeugbauer ein Problem.  In einem Schreiben an die Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission SEC schreibt Boeing, dass im schlimmsten Fall ein Herunterfahren oder sogar ein temporärer Stopp der Produktion nötig sein könnte. Das Schreiben ist eine Antwort auf eine Anfrage der SEC, das die Auswirkungen des Groundings auf das Geschäft des Unternehmens thematisiert.

Für den Fall, dass man mit den Auslieferungen nicht «wie erwartet» wieder beginnen könne, so heißt es, könnten solche Maßnahmen nötig sein. Boeing übt in dem Brief auch Druck auf die Behörden aus – zumindest liest es sich so. «Signifikante regulatorische Anforderungen oder Verspätungen könnten dazu führen, dass Kunden ihre Bestellungen stornieren», schreibt Boeing. Auch das könne den Konzern dazu zwingen, die Produktion herunterzufahren oder zu stoppen.

Druck auf Behörden

Der Brief datiert vom 18. Oktober, wurde aber erst jetzt online gestellt. Dass Boeing Druck auf die Behörden, vor allem die FAA ausübt, wurde bereits thematisiert. Das ging sogar so weit, dass der Chef der Behörde seine Mitarbeiter in einem Video dazu aufrief, solchem Druck ja nicht nachzugeben.

Er stärke allen Mitarbeitern und Teams der Federal Aviation Administration den Rücken, sich die Zeit zu nehmen, die nötig sei, um das Flugzeug genauestens zu prüfen so Stephen Dickson. «Es wird erst dann wieder in den Dienst treten, wenn wir das für richtig halten.»

Hier geht es zur Liste.

Mehr zum Thema

Flieger mit Boeing-Logo: Der Hersteller zahlt an Hinterbliebene.

Fluglinie aus Kamerun und Boeing streiten 30 Jahre nach Absturz um 179 Millionen Dollar

Boeing-Saab T-7A Red Hawk Advanced Jet Trainer - transatlantische Wertarbeit für besseres Ernstfall-Training

Transatlantischer Trainingsjet mit Ambitionen und Hürden

Boeing-737-Max-Produktion: Die Max 7 und die Max 10 sind noch nicht zertifiziert.

Boeing ist ab 2030 finanziell bereit für neues Flugzeugprogramm

Bunte Flugzeugwelt in Farnborough: An der Messe werden Dutzende Fluggeräte gezeigt.

Das sind die Stars der größten Luftfahrtmesse der Welt

Video

Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
leav damakus syrien wassersalut
Mit Leav fliegt wieder eine deutsche Fluglinie nach Syrien und baut ihr Angebot direkt aus. Sundair soll bald folgen. Auch Eurowings zeigte in der Vergangenheit Interesse - will aktuell aber noch nicht wieder das Land ansteuern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies