Boeing 737 Max 8: Im Visier der Ermittler.

Nach Absturz von Lion AirBoeing erwägt Software-Upgrade für 737 Max

Falsche Daten können dazu führen, dass ein neues System die Nase der Boeing 737 Max plötzlich nach unten drückt. Eine Änderung in der Software der Flieger könnte das verhindern.

Top-Jobs

Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Irgendein Problem muss es mit den Geschwindigkeitsdaten gegeben haben. Und zwar nicht nur auf Unglücksflug JT610, sondern auch schon auf dem Flug davor. Darauf lassen vorläufige Ergebnisse der Ermittler schließen, die sich mit dem Absturz der Boeing 737 Max von Lion Air vor einigen Wochen befassen. Das Unglück hatte bereits einige Sicherheitsweisungen und Informationsschreiben der Behörden, aber auch von Boeing zur Folge.

Offenbar überlegt der Flugzeugbauer, noch weiter zu gehen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, könnte Boeing innerhalb der nächsten sechs bis acht Wochen ein Softwareupdate zu Verfügung stellen, das ein Szenario wie auf Flug JT610 vermeiden soll. Das Maneuvering Characteristics Augmentation System MCAS spielte zumindest bei Problemen auf einem vorherigen Flug eine Rolle. Es soll eigentlich einen Strömungsabriss verhindern. Unter bestimmten Umständen versuchen die Max-Jets, die Nase nach unten zu drücken, sobald sie beim Steigflug die Gefahr eines Strömungsabrisses erkennen – oder eben zu erkennen glauben, wenn Sensoren falsche Werte liefern.

Weiterer Sensor

Boeing hat bereits Checklisten für Piloten herausgegeben, die helfen sollen, das System zu deaktivieren. Das Softwareupdate würde nun offenbar dafür sorgen, dass das MCAS ausgeschaltet wird, sobald die Piloten manuell das Trimmsystem deaktivieren und das Höhenruder manuell trimmen, so zwei gut informierte Quellen gegenüber Reuters. Zudem steht auch zur Debatte, ob die Daten, die das MCAS nutzt, von zwei statt einem Sensor eingelesen werden. Bisher kommen sie nur von einem Sensor. Demnächst könnte es möglich sein, dass das System erst noch die zweiten Daten auswertet, bevor es eingreift.

Offiziell heißt es von Boeing nur, man prüfe weiterhin, welche Schritte im Nachgang des Absturzes nötig seien. Man kooperiere vollumfänglich mit den Behörden. Laut der Informanten von Reuters ist die Entscheidung denn auch noch nicht final. Es könnte auch sein, dass Boeing andere Schritte einleitet.

Mehr zum Thema

ticker-boeing-1

Erholung bei Verkehrsflugzeugen braucht länger - Boeing startet vorerst kein neues Flugzeugprogramm

ticker-boeing-1

Boeing erhält weiteren Auftrag für Wartung von Apache-Hubschraubern

Boeing KC-135 Stratotanker: Über dem Irak abgestürzt.

Boeing KC-135 der USA über Irak abgestürzt

ticker-boeing-1

Boeing liefert im Februar 51 Flugzeuge aus - deutlich mehr als Airbus

Video

crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin