Boeing 737 Max 8: Im Visier der Ermittler.

Nach Absturz von Lion AirBoeing erwägt Software-Upgrade für 737 Max

Falsche Daten können dazu führen, dass ein neues System die Nase der Boeing 737 Max plötzlich nach unten drückt. Eine Änderung in der Software der Flieger könnte das verhindern.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Irgendein Problem muss es mit den Geschwindigkeitsdaten gegeben haben. Und zwar nicht nur auf Unglücksflug JT610, sondern auch schon auf dem Flug davor. Darauf lassen vorläufige Ergebnisse der Ermittler schließen, die sich mit dem Absturz der Boeing 737 Max von Lion Air vor einigen Wochen befassen. Das Unglück hatte bereits einige Sicherheitsweisungen und Informationsschreiben der Behörden, aber auch von Boeing zur Folge.

Offenbar überlegt der Flugzeugbauer, noch weiter zu gehen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, könnte Boeing innerhalb der nächsten sechs bis acht Wochen ein Softwareupdate zu Verfügung stellen, das ein Szenario wie auf Flug JT610 vermeiden soll. Das Maneuvering Characteristics Augmentation System MCAS spielte zumindest bei Problemen auf einem vorherigen Flug eine Rolle. Es soll eigentlich einen Strömungsabriss verhindern. Unter bestimmten Umständen versuchen die Max-Jets, die Nase nach unten zu drücken, sobald sie beim Steigflug die Gefahr eines Strömungsabrisses erkennen – oder eben zu erkennen glauben, wenn Sensoren falsche Werte liefern.

Weiterer Sensor

Boeing hat bereits Checklisten für Piloten herausgegeben, die helfen sollen, das System zu deaktivieren. Das Softwareupdate würde nun offenbar dafür sorgen, dass das MCAS ausgeschaltet wird, sobald die Piloten manuell das Trimmsystem deaktivieren und das Höhenruder manuell trimmen, so zwei gut informierte Quellen gegenüber Reuters. Zudem steht auch zur Debatte, ob die Daten, die das MCAS nutzt, von zwei statt einem Sensor eingelesen werden. Bisher kommen sie nur von einem Sensor. Demnächst könnte es möglich sein, dass das System erst noch die zweiten Daten auswertet, bevor es eingreift.

Offiziell heißt es von Boeing nur, man prüfe weiterhin, welche Schritte im Nachgang des Absturzes nötig seien. Man kooperiere vollumfänglich mit den Behörden. Laut der Informanten von Reuters ist die Entscheidung denn auch noch nicht final. Es könnte auch sein, dass Boeing andere Schritte einleitet.

Mehr zum Thema

ticker-usa

US Navy sucht neue Kampfdrohne für Flugzeugträger

Boeing 737 Max 7: Klein, aber mit viel Reichweite ausgestattet.

Boeing bringt die 737 Max 7 ans Ziel - was sie den Kunden bietet

ticker-boeing-1

Boeings Tarifangebot findet erste Zustimmung bei Gewerkschaft - Streikrisiko sinkt

Flieger mit Boeing-Logo: Der Hersteller zahlt an Hinterbliebene.

Fluglinie aus Kamerun und Boeing streiten 30 Jahre nach Absturz um 179 Millionen Dollar

Video

boeing 777 300 er jetairwass vt jeq
Mehr als sieben Jahre stand eine Boeing 777-300 ER der einstigen indischen Fluglinie am Flughafen Mumbai. Jetzt hat der Langstreckenjet von Jet Airways Indien verlassen - immer noch in der alten Lackierung.
Timo Nowack
Timo Nowack
De Havilland Canada Dash 8-400 von Air Uniqon: Die Flüge werden von Avanti Air durchgeführt.
Die Erwartungen waren groß, die Nachfrage offenbar zu klein. Air Uniqon hat ihre Verbindung zwischen Friedrichshafen und Düsseldorf nach gut einem halben Jahr eingestellt. Für die virtuelle deutsche Airline wird nun der Winter zur entscheidenden Bewährungsprobe.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A350 F bei den Bodenschwingungstests: Der Flieger wird kräftig durchgeschüttelt.
Vor dem Einsatz muss ein neues Flugzeug zahlreiche Erprobungen bestehen. Airbus hat nun die Bodenvibrationstests des A350 F abgeschlossen. Sie liefern wichtige Erkenntnisse über das Schwingungsverhalten des Frachters und bilden die Grundlage für die Flugerprobung.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin