Boeing 737 Max 8: Im Visier der Ermittler.

Nach Absturz von Lion AirBoeing erwägt Software-Upgrade für 737 Max

Falsche Daten können dazu führen, dass ein neues System die Nase der Boeing 737 Max plötzlich nach unten drückt. Eine Änderung in der Software der Flieger könnte das verhindern.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Irgendein Problem muss es mit den Geschwindigkeitsdaten gegeben haben. Und zwar nicht nur auf Unglücksflug JT610, sondern auch schon auf dem Flug davor. Darauf lassen vorläufige Ergebnisse der Ermittler schließen, die sich mit dem Absturz der Boeing 737 Max von Lion Air vor einigen Wochen befassen. Das Unglück hatte bereits einige Sicherheitsweisungen und Informationsschreiben der Behörden, aber auch von Boeing zur Folge.

Offenbar überlegt der Flugzeugbauer, noch weiter zu gehen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, könnte Boeing innerhalb der nächsten sechs bis acht Wochen ein Softwareupdate zu Verfügung stellen, das ein Szenario wie auf Flug JT610 vermeiden soll. Das Maneuvering Characteristics Augmentation System MCAS spielte zumindest bei Problemen auf einem vorherigen Flug eine Rolle. Es soll eigentlich einen Strömungsabriss verhindern. Unter bestimmten Umständen versuchen die Max-Jets, die Nase nach unten zu drücken, sobald sie beim Steigflug die Gefahr eines Strömungsabrisses erkennen – oder eben zu erkennen glauben, wenn Sensoren falsche Werte liefern.

Weiterer Sensor

Boeing hat bereits Checklisten für Piloten herausgegeben, die helfen sollen, das System zu deaktivieren. Das Softwareupdate würde nun offenbar dafür sorgen, dass das MCAS ausgeschaltet wird, sobald die Piloten manuell das Trimmsystem deaktivieren und das Höhenruder manuell trimmen, so zwei gut informierte Quellen gegenüber Reuters. Zudem steht auch zur Debatte, ob die Daten, die das MCAS nutzt, von zwei statt einem Sensor eingelesen werden. Bisher kommen sie nur von einem Sensor. Demnächst könnte es möglich sein, dass das System erst noch die zweiten Daten auswertet, bevor es eingreift.

Offiziell heißt es von Boeing nur, man prüfe weiterhin, welche Schritte im Nachgang des Absturzes nötig seien. Man kooperiere vollumfänglich mit den Behörden. Laut der Informanten von Reuters ist die Entscheidung denn auch noch nicht final. Es könnte auch sein, dass Boeing andere Schritte einleitet.

Mehr zum Thema

ticker-boeing-1

Alaska-Airlines-Kapitän verklagt Boeing - Hersteller habe ihn indirekt Schuld für Vorfall mit Rumpfpaneel zuweisen wollen

Boeing 787-8

Was ist 2025 in der Luftfahrt passiert?

Boeing 787-8 von ANA: Die Airline hatte 30 Boeing 787-3 bestellt.

Boeing 787-3: Der vergessene Dreamliner

Lufthansa Boeing 787-9 100 Jahre Sonderlackierung

Lufthansa empfängt erstes Flugzeug in 100-Jahre-Sonderlackierung

Video

alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
amsterdam schiphol schneemann
Der Schnee sorgt für Chaos und Hunderte Flugausfälle am größten Flughafen der Niederlande. Trotz der harten Bedingungen hat das Bodenpersonal in Amsterdam offenbar Spaß bei der Arbeit.
Timo Nowack
Timo Nowack