Fußmatte im Produktionswerk von São José dos Campos: Embraer heißt offiziell Empresa Brasileira de Aeronáutica.

Joint Venture von Boeing und EmbraerNeuer Name sorgt in Brasilien für Ärger

Verschwindet der Name Embraer von den großen Verkehrsflugzeugen? Das befürchten viele in Brasilien, nachdem der Name des Joint Ventures mit Boeing veröffentlicht wurde.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Nachdem die Aktionäre Ende Februar dem Deal zustimmt hatten, folgte vergangene Woche der nächste wichtige Schritt. Boeing und Embraer stellten den Namen ihres Joint Ventures vor. Das neue gemeinsame Unternehmen, in das die Brasilianer ihr Geschäft mit großen Passagierjets abgeben, wird «Boeing Brasil - Commercial» heißen. Damit wurde vielen Brasilianern erst bewusst, dass die Amerikaner künftig das Sagen haben.

Vom Kräfteverhältnis her war das von Anfang an klar. Boeing wird 80 Prozent des Joint Ventures besitzen, das 2020 seine Arbeit aufnehmen soll. Dem brasilianischen Konzern bleiben nur noch die Militärflugzeuge und die Privatjets und ein Anteil von 20 Prozent. Trotzdem sind viele in Brasilien nun erstaunt und erbost, dass der Name Embraer nicht mehr auftaucht. Umso mehr, da Boeing-Chef Dennis Muilenburg letztes Jahr einmal betont hatte: «Die Embraer-Marke ist sehr stark. Wir wollen darauf weiter aufbauen.»

«Schande, nationale Schande»

Die Kritiker befürchten nun, dass der Name Embraer aus der Passagierluftfahrt verschwinden wird. «Und da sehen wir, wie der Name Embraer begraben wird, einer der wenigen, der uns in der Vergangenheit mit Stolz erfüllt haben», schreibt ein Leser der Zeitung O Globo. Ein anderer kommentiert: «Sie können die Fabrik von Embraer in São José dos Campos gleich schließen und in ein Einkaufszentrum verwandeln.» Und ein dritter meint: «Schande, nationale Schande dieser Name».

Es ist denn auch nicht ganz auszuschließen, dass Boeing dem Beispiel von Airbus folgen wird. Die Europäer hatten nach der Übernahme der Mehrheit des C-Series-Programms von Bombardier das neue Flugzeugmodell in A220 umgetauft. Ähnliches könnte auch bei den Produkten der Brasilianer passieren. Ein Embraer-Sprecher sagte zu aeroTELEGRAPH allerdings: «Die einzige Änderung ist derzeit der Name des neuen Unternehmens.»

Ein S gibt Hoffnung

Immerhin etwas gibt den Zweiflern in Brasilien noch Hoffnung: ein S. Dass der Name des Landes im Namen «Boeing Brasil - Commercial» in Portugiesisch geschrieben ist und nicht auf Englisch (mit Z), empfanden viele als nette Geste der Nordamerikaner.

Mehr zum Thema

E190 der Generation E2: «Wir lieben E2 als Marke.»

Boeing «liebt» die Marke Embraer

Auf Befehl der brasilianischen Militärjunta wurde 1969 die Empresa Brasileira de Aeronautica gegründet, abgekürzt Embraer.

Von null zum Weltkonzern in 20 Jahren

«Die E2-Jets sind mehr als ein Neo oder eine Max. Sie sind zu drei Viertel neu», sagt Rodrigo Silva e Souza, Marketingchef der Zivilflugzeugsparte von Embraer. Im Bild die Produktion im Werk in São José dos Campos.

Das Duell Embraer E2 gegen Airbus A220

ticker-boeing-1

Boeings Tarifangebot findet erste Zustimmung bei Gewerkschaft - Streikrisiko sinkt

Video

alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a321 neo jetsmart sprayer
Sprayer haben am Flughafen Santiago de Chile einen Airbus A321 Neo besprüht, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Es handelt sich um einen von drei Jets im Besitz von Jetsmart, die Wizz-Air-Farben tragen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil