Dreamliner-Produktion: Fehler bei der Zertifizierung?

Behörde prüft Boeing und Aufsicht

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB will wissen, warum der Dreamliner trotz Batterieproblemen abhob. Boeing und FAA stehen im Visier.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Das neue Flugzeug habe ein so akribisches Testverfahren durchlaufen wie kein Flieger je zuvor. So äußerten sich Hersteller Boeing und die Luftfahrtbehörde Federal Aviation Authority FAA immer wieder über den Dreamliner. Trotzdem führte ein Problem mit den Lithium-Ionen-Batterien des neuesten Jets von Boeing zu einem monatelangen Grounding. Seit Januar standen sie am Boden, erst in den nächsten Wochen dürfen sie wieder abheben. Wie konnte es soweit kommen? Das fragt sich auch die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde National Transportation Safety Board. Sie begann nun, sich die Sache genauer anzusehen.

Sowohl Boeing als auch FAA befragt das NTSB zum Thema. Zwei Tage dauern die Anhörungen, in denen sich die Ermittler Erkenntnisse über Ursprung des Feuers und über den Zertifikationsprozess im Allgemeinen erhoffen. Denn wie kürzlich ans Licht kam, ist auch dieser nicht ohne Probleme verlaufen.

Zertifizierung ausgelagert

Offenbar lagerte die FAA wesentliche Teile der Zertifizierung aus - an Boeing und seine Batteriezulieferer. Die zu Kontrollierenden kontrollierten quasi sich selbst. Diese befanden die Batterien für ungefährlich. Ein Feuer könne weniger als einmal in zehn Millionen Flugstunden ausbrechen. Doch schon in den ersten paar Monaten des Flugbetriebs des Dreamliners trat Feuer zwei Mal vor.

Mike Sinnett, Chefingenieur des B787-Programms, weist alle Vorwürfe von sich. Die FAA habe den Batterien mehr als 200'000 Stunden für Tests zugestanden, sagte er zur Fachzeitschrift Aviation Week. Der Zulieferer habe tiefstes Verständnis der Materie und die geforderten Testmethoden angewendet. «Rückblickend könnten wir aber noch strengere Testkriterien anwenden oder uns selbst anstrengen, diese noch besser zu verstehen», gestand er ein.

Mehr zum Thema

ticker-boeing-1

Boeing und U.S. Navy testen erstmals Tarnkappendrohne MQ-25A Stingray

ticker-boeing-1

Boeing liefert im März weniger Flugzeuge aus

boeing 787 air new zealand imtow

Boeing 787-9 und -10 haben jetzt mehr Reichweite - und das ist für Boeing eine doppelt gute Nachricht

ticker-boeing-1

Erholung bei Verkehrsflugzeugen braucht länger - Boeing startet vorerst kein neues Flugzeugprogramm

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg