Dreamliner-Produktion: Fehler bei der Zertifizierung?

Behörde prüft Boeing und Aufsicht

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB will wissen, warum der Dreamliner trotz Batterieproblemen abhob. Boeing und FAA stehen im Visier.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Das neue Flugzeug habe ein so akribisches Testverfahren durchlaufen wie kein Flieger je zuvor. So äußerten sich Hersteller Boeing und die Luftfahrtbehörde Federal Aviation Authority FAA immer wieder über den Dreamliner. Trotzdem führte ein Problem mit den Lithium-Ionen-Batterien des neuesten Jets von Boeing zu einem monatelangen Grounding. Seit Januar standen sie am Boden, erst in den nächsten Wochen dürfen sie wieder abheben. Wie konnte es soweit kommen? Das fragt sich auch die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde National Transportation Safety Board. Sie begann nun, sich die Sache genauer anzusehen.

Sowohl Boeing als auch FAA befragt das NTSB zum Thema. Zwei Tage dauern die Anhörungen, in denen sich die Ermittler Erkenntnisse über Ursprung des Feuers und über den Zertifikationsprozess im Allgemeinen erhoffen. Denn wie kürzlich ans Licht kam, ist auch dieser nicht ohne Probleme verlaufen.

Zertifizierung ausgelagert

Offenbar lagerte die FAA wesentliche Teile der Zertifizierung aus - an Boeing und seine Batteriezulieferer. Die zu Kontrollierenden kontrollierten quasi sich selbst. Diese befanden die Batterien für ungefährlich. Ein Feuer könne weniger als einmal in zehn Millionen Flugstunden ausbrechen. Doch schon in den ersten paar Monaten des Flugbetriebs des Dreamliners trat Feuer zwei Mal vor.

Mike Sinnett, Chefingenieur des B787-Programms, weist alle Vorwürfe von sich. Die FAA habe den Batterien mehr als 200'000 Stunden für Tests zugestanden, sagte er zur Fachzeitschrift Aviation Week. Der Zulieferer habe tiefstes Verständnis der Materie und die geforderten Testmethoden angewendet. «Rückblickend könnten wir aber noch strengere Testkriterien anwenden oder uns selbst anstrengen, diese noch besser zu verstehen», gestand er ein.

Mehr zum Thema

ticker-boeing-1

Boeing lieferte im November 44 Flugzeuge aus

ticker-boeing-1

Boeing schließt Übernahme von Spirit Aerosystems ab

ticker-boeing-1

Wettbewerbsbehörde zwingt Boeing zu weitreichenden Verkäufen von Standorten von Spirit Aerosystems

ticker-boeing-1

Boeing baut in München aus

Video

Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
Erstmals seit Langem tauchte wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack