Boeings B777: Die neue Version soll die Konkurrenz alt aussehen lassen.

B777X stellt A350 in den Schatten

Airbus wollte mit dem A350 den US-Konkurrenten in den Schatten stellen. Doch Boeing holt immer weiter auf.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Der effizienteste kommerzielle Jet, der jemals entwickelt wurde - so bewirbt Boeing die B777X-Familie. Noch dieses Jahr dürfte der amerikanische Flugzeugbauer ein erstes Konzept für die Weiterentwicklung des zweistrahligen Verkaufsschlagers vorstellen. Und das setzt den Konkurrenten Airbus mit seinem Konkurrenzmodell A350 ziemlich unter Druck. Das Programm der Europäer läuft momentan ziemlich holprig. Eigentlich sollte der erste Jet schon 2013 ausgeliefert werden. Diesen Zeitpunkt musste Airbus auf das erste Halbjahr 2014 legen. Die finale Produktionsphase des ersten Modells hätte eigentlich schon Ende des vergangenen Jahres beginnen sollen, zog sich dann aber bis in dieses Jahr.

Zulieferer von Airbus rechnen bereits damit, dass sich der Zeitplan noch weiter nach hinten verschiebt. «Das Interieur wird sich um mindestens ein Jahr verspäten», so etwa der Chef eines großen Lieferanten gegenüber der Aviation Week. Das werde sich zwar nicht auf die ersten Flugtests auswirken, da man dafür gar keine ordentliche Kabine brauche. Aber langfristig werde es den Zeitplan weiter durcheinander wirbeln. Und die Änderungen und Korrekturen am Design kosten Airbus auch Geld. Der Mutterkonzern EADS nennt zwar keine genauen Zahlen, aber ein Informant bezifferte die zusätzlichen Kosten gegenüber der Aviation Week mit etwa 3,5 Milliarden Euro.

Neue Aluminium-Legierung

Boeing kommt das gelegen. «Wir werden sichergehen, dass wir einen Flieger bringen, der wesentlich besser ist als das, was auch immer von Airbus kommt», so Jim Albaugh, Chef von Boeing Commercial Airplanes. Was Kapazität, Effizienz und Größe angeht, soll die B777X die größte A350-Version, die A350-1000 übertreffen. Schaffen will Boeing das mit neuen Materialien und neuen Triebwerken. So gibt es etwa Spekulationen, dass der Flugzeugbauer den Rumpf aus einer neuen Aluminium-Lithium-Legierung bauen will, was beim Gewicht wesentliche Einsparungen bedeuten würde, wie das Business Journal.

Mit den neuen Technologien will man laut einem Bericht des Fachportals Aspire Aviation rund 15 Prozent an Treibstoff per Sitzplatz einsparen, verglichen mit dem aktuellen B777-300ER-Modell. Die Testflüge für die neuen 777X sollen schon 2017 beginnen. Boeing plant, sie schon 2019 auf den Markt zu bringen. Sollten sich die Schwierigkeiten beim A350-Programm weiter fortsetzen, könnte das auch den Markteintritt der größten A350-Version erschweren, die eigentlich 2017 auf den Markt kommen soll. Die A350-Familie besteht aus drei Modellen, dem 800er-, dem 900er- und dem 1000er-Modell. Sie fassen zwischen 270 und 350 Passagieren. Als erstes soll das 900er-Modell 2014 lanciert werden, gefolgt vom 800er in 2016 und schließlich ein Jahr später der größten Version.

Mehr zum Thema

Boeing 777 der Swiss: Hat das Modell bald standardmäßig mehr Sitze in der Kabine?

Boeing will mehr Sitze in die Triple Seven bauen

Iran: Das Land braucht bis zu 500 neue Flugzeuge.

Iranische Airlines bestellen Boeing 737 und 777

Airbus A350: Das Modell kommt bis anhin 14.350 Kilometer weit.

Kommt bald der zweistöckige Airbus A350?

Flieger von El Al: Diskriminiert die Airline?

Gebrauchte Boeing 777 im Sonderschlussverkauf

Video

Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies