Dreamliner von Norwegian: Nicht problemfrei.

Vorwürfe an Boeings Ingenieure

Immer wieder hatte Norwegian Probleme mit ihren Dreamlinern. Nun macht der Chef der Billigairline den Ingenieuren von Boeing massive Vorwürfe.

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Zwischendurch war Bjorn Kjos ganz zufrieden mit der Boeing 787. Nach einigen Schwierigkeiten zu Beginn hätten die Dreamliner im November einen hervorragenden Job gemacht, so der Chef von Norwegian gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. «Die Flieger haben immer funktioniert.» Im Dezember habe das Ganze dann wieder anders ausgesehen. Verschiedene Probleme wirkten sich schlecht auf die Pünktlichkeit aus. Zuletzt musste einer der Flieger nach Problemen bei der Wartung drei Tage in New York gegroundet werden.

Die Schuld, so Bjorn Kjos, liege ganz klar bei Boeing. «Einige der Teams, die man zur Verfügung stellt, haben definitiv nicht genug Erfahrung», so der Airline-Manager. Einige der Ingenieure von Boeing würden die 787 einfach nicht gut genug kennen. Den Kurzschluss, der zu dem letzten Grounding führte, hätten die Techniker verursacht, erklärt er weiter. Sie hätten das eigentliche Problem - einen Software-Fehler - nicht erkannt. Der Computer habe den Piloten angegeben, dass die Bremsen an einem der Räder aktiviert seien. Das war nicht der Fall.

Boeing schickt mehr Ingenieure

«Es war ein Problem, dass man in fünf Minuten hätte lösen können», so Kjos. Die mangelnde Erfahrung habe das verhindert. Bei Boeing heißt es, man arbeite eng mit Norwegian zusammen, um die Probleme so schnell wie möglich zu lösen. Der Konzern will die Anzahl an Ingenieuren, die an den Norwegian-Destinationen arbeiten, erhöhen.

Grundsätzlich scheint Kjos aber zufrieden mit der 787. Man treffe keine Vorkehrungen für den Fall eines möglichen Flotten-Groundings, so der Chef gegenüber dem Magazin Flightglobal. Aufgekommen war das Thema, nachdem neue Batterie-Probleme bei einem Dreamliner von Japan Airlines aufgekommen waren. Aus einer der Batteriezellen war eine Flüssigkeit ausgelaufen. JAL zog die B787 daraufhin aus dem Verkehr. «Solche Probleme kommen immer wieder vor, auch bei B737», so Kjos. Für ihn sei das kein Grund zur Sorge.

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