Dreamliner von Norwegian: Nicht problemfrei.

Vorwürfe an Boeings Ingenieure

Immer wieder hatte Norwegian Probleme mit ihren Dreamlinern. Nun macht der Chef der Billigairline den Ingenieuren von Boeing massive Vorwürfe.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Zwischendurch war Bjorn Kjos ganz zufrieden mit der Boeing 787. Nach einigen Schwierigkeiten zu Beginn hätten die Dreamliner im November einen hervorragenden Job gemacht, so der Chef von Norwegian gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. «Die Flieger haben immer funktioniert.» Im Dezember habe das Ganze dann wieder anders ausgesehen. Verschiedene Probleme wirkten sich schlecht auf die Pünktlichkeit aus. Zuletzt musste einer der Flieger nach Problemen bei der Wartung drei Tage in New York gegroundet werden.

Die Schuld, so Bjorn Kjos, liege ganz klar bei Boeing. «Einige der Teams, die man zur Verfügung stellt, haben definitiv nicht genug Erfahrung», so der Airline-Manager. Einige der Ingenieure von Boeing würden die 787 einfach nicht gut genug kennen. Den Kurzschluss, der zu dem letzten Grounding führte, hätten die Techniker verursacht, erklärt er weiter. Sie hätten das eigentliche Problem - einen Software-Fehler - nicht erkannt. Der Computer habe den Piloten angegeben, dass die Bremsen an einem der Räder aktiviert seien. Das war nicht der Fall.

Boeing schickt mehr Ingenieure

«Es war ein Problem, dass man in fünf Minuten hätte lösen können», so Kjos. Die mangelnde Erfahrung habe das verhindert. Bei Boeing heißt es, man arbeite eng mit Norwegian zusammen, um die Probleme so schnell wie möglich zu lösen. Der Konzern will die Anzahl an Ingenieuren, die an den Norwegian-Destinationen arbeiten, erhöhen.

Grundsätzlich scheint Kjos aber zufrieden mit der 787. Man treffe keine Vorkehrungen für den Fall eines möglichen Flotten-Groundings, so der Chef gegenüber dem Magazin Flightglobal. Aufgekommen war das Thema, nachdem neue Batterie-Probleme bei einem Dreamliner von Japan Airlines aufgekommen waren. Aus einer der Batteriezellen war eine Flüssigkeit ausgelaufen. JAL zog die B787 daraufhin aus dem Verkehr. «Solche Probleme kommen immer wieder vor, auch bei B737», so Kjos. Für ihn sei das kein Grund zur Sorge.

Mehr zum Thema

ticker-boeing-1

Streikrisiko sinkt: Boeing erzielt vorläufige Einigung mit 17.000 Ingenieurs- und Technik-Fachkräften

ticker-boeing-1

Boeing liefert im August 51 Flugzeuge aus

ticker-boeing-1

Boeing führt neues Pilotentrainingssystem in Thailand ein

ticker-boeing-1

Streikgefahr bei Boeing wächst

Video

Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack