Ecodemonstrator: Schon bald sollen die Testflüge beginnen.

Boeing startet Umwelt-Offensive

Mit Testflugzeugen will der Produzent die Modernisierung seiner Flieger beschleunigen. Dafür hat er sich Partner an Bord geholt.

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Leiser, effizienter, sauberer - um seine Jets zu verbessern, arbeitet der amerikanische Flugzeugbauer mit der Luftfahrtbehörde FAA und American Airlines zusammen. Zusammen setzen die Partner ein Testflugzeug in Betrieb, an dem die neuen Technologien ausprobiert werden. Gewählt wurde eine B737-800NG. «Ecodemonstrator» nennt Boeing den Jet. Doch das sei nur der Anfang, so derKonzern. 2013 soll eine weitere Boeing 787 den Dienst als Testflugzeug antreten, 2014 nochmals ein Flieger und möglicherweise noch einer ein Jahr später. Man werde kontinuierlich an den Maschinen arbeiten, heißt es in einer Mitteilung.

An der 737-800 liegt der Fokus auf Tragflächen und Triebwerk. So sollen etwa die Spitzen der Flügel in der Lage sein, sich je nach Flugphase leicht anzupassen und so die ideale Aerodynamik zu schaffen, um Treibstoff zu sparen. Eine Ersparnis von etwa 2 Prozent im Jahr dürfte diese neue Technik einbringen. Die Triebwerke sollen außerdem bei Start und Landung weniger Lärm verursachen und gleichzeitig den Verbrauch von Treibstoff verringern. Dafür soll die Breite der Motoren vergrößert und so mehr Raum für Anpassungen während kritischer Flugphasen gegeben werden. Auch einen neuen Keramik-Werkstoff, der leichter und dennoch hitzebeständig ist, testet Boeing. Alle Testflüge fliegt der Ecodemonstrator mit Bio-Treibstoff.

Auch Sicherheit verbessern

Neben den technischen Veränderungen will Boeing auch mit der Flugbahn experimentieren. Schon innerhalb weniger Jahre könnten laut Boeing die ersten kommerziellen Jets mit den neuen Technologien ausgerüstet werden, falls die Tests erfolgreich verlaufen. «Der Ecodemonstrator soll uns helfen, den Prozess hin zu mehr Effizienz und weniger Emissionen zu beschleunigen», erklärt Boeings Umwelt-Verantwortliche Jeanne Yu.

Beim Test-Dreamliner soll die Sicherheit im Fokus stehen. Immer wieder kochte in den vergangenen Jahren und Monaten die Diskussion über die Automatisierung im Cockpit hoch. Eine Studie der FAA und der Flugzeugindustrie, die laut Wall Street Journal im kommenden Monat veröffentlicht werden soll, zeigt, wie wichtig das ist: Offenbar beruht eine große Mehrheit der Zwischenfälle, mit Kontrollverlust der Piloten darauf, dass diese sich zu sehr auf die Automatik verlassen. Auch die manuelle Steuerung werde vernachlässigt. Boeing will das Thema mit neuen Entwicklungen angehen. Dazu sollen unter anderem die Warnungen im Cockpit verständlicher werden.

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