Dreamliner von Ethiopian: Einer fehlt der Airline momentan.

So will Boeing die 787 flicken

Ein Dreamliner von Ethiopian musste seit einem Brand in London Heathrow am Boden bleiben. Nun weiß man bei Boeing, wie man das Flugzeug reparieren will.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Es war ausgerechnet der Flieger, der nach dem weltweiten Grounding das erste Mal wieder abgehoben war. An Bord der Boeing 787 mit der Kennzeichnung ET-AOP war im Juli am Londoner Flughafen Heathrow ein Feuer ausgebrochen. Im Rumpf klafften danach riesige Löcher. Der Jet mit dem Namen Queen of Sheba konnte seither nicht mehr abheben. Nun hat sich Boeing offenbar an die teure und aufwendige Reparatur gemacht, berichtet die Zeitung Seattle Times.

Hinter dem Gerüst, das den Dreamliner schon seit dem Zwischenfall im Juli umgibt, wurde laut dem Fachblog Crikey inzwischen das hintere Ruder entfernt. Das ist nötig, um die eigentlich beschädigte Stelle, hinten oben am Rumpf des Fliegers, zu flicken. Und das ist sogar wörtlich zu nehmen. Boeing will den Rumpf mit einem Flickenstück aus Plastik-Verbundwerkstoff wieder flugfähig machen. Auch wenn es sehr aufwendig ist, diesen anzubringen - die Alternative hätte noch mehr Zeit und Geld gekostet. Zunächst hatte man erwogen, den kompletten hinteren Rumpfteil des Jets auszutauschen.

Alternative noch teurer

Laut zwei Personen, die mit dem Reparaturprozess vertraut sind, soll der Flicken «geklebt» werden. Was das genau heißen soll, spezifiziert Boeing nicht. Klar ist: Der Prozess der Reparatur wird in der Branche genau beäugt. Denn er zeigt, wie einfach eventuelle Schäden am neuen Jet schlussendlich zu beheben sein werden. Boeing muss das unbedingt richtig hinkriegen, zitiert die Seattle Times Eric Casterline, Chef des Verbundwerkstoffe-Herstellers Heatcon Composite Systems, der unter anderem Ersatzteile für den Dreamliner herstellt. «In der Luftfahrtbranche braucht man die Sicherheit, dass das möglich ist.»

Bei Jets mit einem Aluminiumrumpf wäre die Reparatur dieses Schadens wesentlich einfacher gewesen. Da diese aus verschiedenen Platten zusammengesetzt sind, hätte man die betroffene Platte einfach ersetzen können. Der Rumpf des Dreamliners ist aus zwei rohrförmigen Teilen zusammengesetzt, deren Produktion wesentlich teurer ist als die einer zusätzlichen Aluminiumplatte.

Mehr zum Thema

ticker-boeing-1

Streikrisiko sinkt: Boeing erzielt vorläufige Einigung mit 17.000 Ingenieurs- und Technik-Fachkräften

ticker-boeing-1

Boeing liefert im August 51 Flugzeuge aus

ticker-boeing-1

Boeing führt neues Pilotentrainingssystem in Thailand ein

ticker-boeing-1

Streikgefahr bei Boeing wächst

Video

Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack