Dreamliner von Ethiopian: Massive Brandschäden.

Déjà-vu: Dreamliner fängt Feuer

Eine geparkte Boeing B787 fing in London Heathrow an zu brennen. Verletzt wurde niemand. Doch der Flugzeugbauer steht nun erneut unter Druck.

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Luftfahrt

Es war die Nachricht, die Boeing nun wirklich nicht brauchen konnte. Am Freitagnachmittag um 16:36 Uhr Ortszeit wurde in London Heathrow Alarm ausgelöst. Die Flughafen-Feuerwehr rückte umgehend aus und wurde dabei von Einheiten aus der Umgebung verstärkt. Sie fuhren zu einem Dreamliner von Ethiopian Airlines, der auf einem abgelegenen Standplatz fern der Terminals stand. An Bord der Boeing B787 mit Kennzeichnung ET-AOP war ein Feuer ausgebrochen. Der Brand konnte rasch gelöscht werden. Aufnahmen vom Ort des Zwischenfalls zeigen aber starke Feuerschäden an der Maschine. Oberhalb der hintersten Türe klaffen größere Löcher im Rumpf, was auf massive Hitzeentwicklung hindeutet. Passagiere befanden sich nicht an Bord.

Boeing meldete sich umgehend zu Wort. «Wir haben Kenntnis vom Vorfall. Unsere Leute sind vor Ort. Wir arbeiten daran, das vollumfänglich zu verstehen», schrieb der Flugzeugbauer auf Twitter. Doch an der Börse war der Schaden bereits angerichtet. Die Boeing-Aktien stürzten zwischenzeitlich fast acht Prozent ab.

«Die Untersuchungen laufen»

Der ganze Flughafen Heathrow wurde wegen des Zwischenfalls mit dem Dreamliner für etwas mehr als eine Stunde geschlossen. Das sei eine reine Routinemaßnahme, so ein Flughafensprecher. Die London Metropolitan Police meldete sich später zu Wort und erklärte, es gebe keine Hinweise auf Verletzte. Der Grund für das Feuer sei noch nicht bekannt. «Die Untersuchungen laufen», so die Polizei.

Ironischerweise fing nun genau der Dreamliner Feuer, welcher nach dem monatelangen Grounding als erster weltweit wieder abhob. Alle B787 mussten ab Mitte Januar bis Ende Mai am Boden bleiben, nachdem ein Feuer der Batterie des Hilfsaggregates zu einem Brand in einer Maschine von Japan Airlines JAL geführt hatte. Insofern ist es ein Déjà-vu für Boeing. Der Flugzeugbauer setzte aufgrund der Probleme mit den Batterien Konstruktionsänderungen um. Die wurden von den Behörden weltweit für gut befunden und abgesegnet.

Auch Thomson hat Probleme

Ebenfalls am Freitag musste ein Dreamliner von Thomson Airways auf seiner Reise umkehren. Er befand sich gerade auf dem Weg von Manchester nach Sanford in Florida. Er landete am Ende ohne Probleme wieder in Manchester. Es habe technische Probleme gegeben, so die Airline. Mit dem Brand in London habe das nichts zu tun.

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