Produktion der Boeing 787: Geht alles mit rechten Dingen zu?

Dreamliner-DokumentationSchwere Vorwürfe an Boeing

Drogen und Mängel: Eine Dokumentation des TV-Senders Al Jazeera deckt Missstände bei der Produktion des Dreamliners auf. Boeing wehrt sich.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Allein der Name der Dokumentation sagt schon alles. Die Filmemacher nannten ihr Stück über den Dreamliner «Broken Dreams» (geplatzte Träume). Ein Whistleblower hatte sich an den arabischen Fernsehsender Al Jazeera gewandt. Und er verriet heikle Details aus der Produktion von Boeing. «Es hat mich kaputt gemacht zu wissen, was alles unter den Teppich gekehrt wird», erklärte er dem Sender. Er arbeite am Dreamliner-Programm mit. Die Probleme mit dem Jet, die der Öffentlichkeit bekannt seien, seien nur die Spitze des Eisbergs. «So viel mehr stimmt nicht.»

Mit versteckter Kamera hat er Unterhaltungen mit seinen Arbeitskollegen gefilmt. Diese machen einen Großteil der eine Stunde andauernden Dokumentation aus. Er fragt eine ganze Reihe Kollegen, ob sie selbst mit dem Flugzeug fliegen würden. «Nein, ich sehe ja den ganzen Sch..., der hier vor sich geht», antwortet einer. Ein anderer antwortet. «Ja, aber ich habe auch eine gewisse Todessehnsucht.» Eine weitere Antwort: «Weißt Du, sie verkaufen den Flieger ja nicht um ihn zu fliegen, sondern um Geld zu verdienen.»

Keine Drogentests?

Weitere Vorwürfe lauten, dass Arbeiter während der Arbeit Drogen nehmen. Es gebe bei Boeing keine guten Drogentests. Zu all dem sei gesagt: Eine Bestätigung der Echtheit des Materials gibt es nicht. Arbeiter, die offen vor der Kamera sprechen, fehlen. Ehemalige Angestellte hat Al Jazeera aber vor die Kamera bekommen. Cynthia Cole, die ehemalige Präsidentin der Ingenieursunion von Boeing, erklärt, dass sie selber die Boeing 787 lieber meidet. Auch andere ehemalige Mitarbeitende äußern sich kritisch.

Mit den Vorwürfen konfrontiert bricht der Boeing-Kommunikationschef ein Interview mit dem Chef des 787-Programms ab. Nach Veröffentlichung des Films wehrte sich Boeing aber doch noch ausführlich gegen die Vorwürfe. Man habe selten eine so einseitige Dokumentation gesehen, heißt es in einer Stellungnahme.

Boeing dementiert

Man halte sämtliche Sicherheitsstandards ein, so der amerikanische Flugzeugbauer. Die Sicherheit der Passagiere sei das höchste Gut. Alle Teile des Flugzeuges würden akribisch getestet, die Produktion entspreche den höchsten Sicherheitsstandards.

Sehen Sie hier die ganze Dokumentation:

Mehr zum Thema

alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9

Kapitän von Unglücksflug von Alaska Airlines fühlt sich von Boeing verraten

ticker-boeing-1

Alaska-Airlines-Kapitän verklagt Boeing - Hersteller habe ihn indirekt Schuld für Vorfall mit Rumpfpaneel zuweisen wollen

Boeing 787-8

Was ist 2025 in der Luftfahrt passiert?

Boeing 787-8 von ANA: Die Airline hatte 30 Boeing 787-3 bestellt.

Boeing 787-3: Der vergessene Dreamliner

Video

alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
amsterdam schiphol schneemann
Der Schnee sorgt für Chaos und Hunderte Flugausfälle am größten Flughafen der Niederlande. Trotz der harten Bedingungen hat das Bodenpersonal in Amsterdam offenbar Spaß bei der Arbeit.
Timo Nowack
Timo Nowack