Delta Air LinesBoeing 717 verliert im Flug Triebwerksverkleidung

Ein Flug von Delta Air Lines geriet in Turbulenzen. Dabei löste sich die Verkleidung eines Triebwerks und schlug Löcher in den Rumpf. Passiert ist dabei glücklicherweise niemandem etwas.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Flug DL762 war am vergangenen Sonntag (8. Mai) wie jeden Tag unterwegs von Atlanta im Bundesstaat Georgia nach Chicago Midway. An Bord der Boeing 717-200 von Delta Air Lines befanden sich 109 Passagiere und 5 Besatzungsmitglieder. Doch dieses Mal lief nicht alles wie sonst. Nach rund einem Fünftel der Strecke, über der Stadt Chattanooga im Bundesstaat Tennessee, flog die Maschine plötzlich in starke Turbulenzen. Sie befand sich auf einer Höhe von rund 8500 Metern über Meer.

Dabei passierte etwas, was eigentlich nicht passieren dürfte. Die Verkleidung des rechten Triebwerks der Boeing 717 löste sich während der Turbulenzen vollständig. Sie krachte im Flug gegen den Rumpf und schlug dort zwei kleinere Löcher (siehe Bild unten), bevor sie zur Erde fiel. Glücklicherweise hat das Bauteil nirgends größere Schäden angerichtet. Das Flugzeug konnte so in Nashville landen.

Fahrwerksteil, Triebwerksstücke, Zugangstüren

Man habe die üblichen Abläufe eingehalten und sei sicherheitshalber in Nashville gelandet, bestätigt Delta. Dort habe man festgestellt, dass die Verkleidung des Triebwerks fehle. Die Passagiere seien auf andere Flüge umgebucht worden. Man habe eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet.

Dass Flugzeuge Teile verlieren ist selten, kommt aber dennoch ab und zu vor. Vergangenen Herbst hatte eine Boeing 747 der iranischen Mahan Air über Teheran große Teile des Triebwerks verloren. Im August fiel bei einem Airbus A320 von American Airlines eine Zugangstür mit einem Durchmesser von rund 38 Zentimetern ab. Kurz zuvor fiel bei der Landung in Schanghai ein Teil eines Fahrwerks einer Boeing 777 von Air France ab. Es zerstörte das Dach einer Fabrik.

Fahrwerkstür fiel in Wohngebiet

Im September 2012 fiel in Seattle eine Fahrwerkstür einer Boeing 767 in ein Wohnquartier. Im Mai 2011 fielen ebenfalls in Seattle Teile der Verkleidung eines Frachtfliegers auf eine Autobahn.  Zwei Jahre zuvor kam es in einer Turbine einer McDonnell Douglas MD80 von American Airlines nach dem Start in La Guardia zu einer Explosion, die Teile in der Größe von Mobiltelefonen absprengte und auf New York fallen ließen.

Mehr zum Thema

Dem Triebwerk der Boeing 747-300 fehlen große Stücke.

Iranische Boeing 747 verliert grosse Triebwerksteile

Turbulenzen-Visualisierung der Nasa: In den kommenden Jahren dürften die Flüge wackeliger werden.

Was passiert eigentlich bei Turbulenzen?

Kapitän Jim Butterworth, Boeing 767 von Delta nach der Landung in Deauville: Akribische Planung nötig.

«Da musste ich weinen»: Delta-Kapitän über einen der emotionalsten Flüge seines Lebens

Kapitän Jim Butterworth befestigt Flagge der USA und Frankreichs außen am Cockpit: Flug mit Veteranen in die Normandie.

Tränen nach der Landung: Delta bringt D-Day-Veteranen zurück in die Normandie

Video

privatjet nigeria landung
Eine Bombardier Challenger 600 musste in Nigeria außerhalb des Flughafens Asaba auf einer Straße aufsetzen. Während alle Insassen unverletzt blieben, sorgte wenige Stunden später ein eigenmächtiger Start des Privatjets für Ermittlungen der Luftfahrtbehörden.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Papst Leo: Offenbar auch ein Luftfahrtfan.
Kampfjet-Eskorte, Funkkontakt und ein Platz auf dem Jumpseat: Papst Leo XIV. erlebte bei einem Flug durch Spanien einen besonderen Moment.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Draco Aircraft will die Draco Hyper-Stol in Serie bauen: Entwickelt wurde sie von einem Tüftler aus den USA.
Ein Motorausfall über Utah brachte Mike Patey dazu, ein Buschflugzeug mit einer Turboprop-Turbine auszustatten. Das Flugzeug wurde zum Hit. Nun will ein polnisches Startup das Konzept zur Serienreife bringen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies