Boeing 737 von Blue Air: Keine Flüge mehr.

RumänienBlue Air muss alle Flüge einstellen

Nachdem ihre Konten blockiert wurden, kann die größte rumänische Fluggesellschaft ihren Betrieb nicht mehr finanzieren. Blue Air stellt alle Flüge ein.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

«Verlängern Sie Ihren Sommer: 25 Prozent Rabatt auf alle Flüge!» Noch vor vier Tagen warb Blue Air so um Fluggäste. Die größte rumänische Fluggesellschaft versuchte mit der Aktion wohl möglichst schnell viel Geld in ihre Kassen zu spülen. Denn sie hat hohe Schulden.

Dies gipfelte diese Woche darin, dass das Umweltministerium alle Konten von Blue Air einfrieren ließ. Umweltminister Tanczos Barna erklärte am Dienstag (6. September), die Fluggesellschaft schulde dem nationalen Umweltfonds 2,28 Millionen Lei oder umgerechnet 470.000 Euro. «Sie befindet sich schon seit Langem in einem Gläubigerschutzverfahren, weshalb der Mahnbescheid im Einklang mit dem Gesetz erfolgt ist», sagte er bei Facebook.

Vertrauen zerstört

In der Folge gab Blue Air am Dienstag bekannt, alle Flüge bis auf Weiteres einzustellen. Man sei nicht in der Lage, die laufenden Kosten für den Betrieb aufzubringen. «Leider erfolgte die Sperrung aller Bankkonten, kurz nachdem ein hochrangiger Vertreter des rumänischen Staates, nämlich der Präsident der Nationalen Behörde für Verbraucherschutz, öffentlich erklärt und direkt dazu aufgefordert hatte, keine Blue-Air-Tickets mehr zu kaufen, was das Vertrauen der Fluggäste in Blue Air erheblich erschütterte und zu Verlusten von über 5 Millionen Euro führte», so die Airline.

Das Grounding gelte vorerst bis zum 12. September, so das Unternehmen. Die Corona-Krise hatte Blue Air arg zugesetzt. Zuletzt versuchten die Eigentümer neue Investoren an Bord zu holen. Die Fluggesellschaft war 2004 gegründet worden. Zuletzt steuerte sie mit 17 Boeing 737 insgesamt 75 Ziele in 21 Ländern an.

Mehr zum Thema

Flieger von Blue Air: Die Corona-Krise setzte der Airline zu.

Blue Air rettet sich in Gläubigerschutz

Embraer E190 von Air Moldova: Die Fluglinie soll wachsen.

Blue Air kauft Air Moldova

Boeing B737 von Blue Air: Bald in neuen Händen.

Kriselnde Blue Air zu verkaufen

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier