Boeing 737 Max von Blue Air: Fünf Stücken gehörten zur Flotte.

RumänienBlue-Air-Hilfen kommen auf den Prüfstand der EU

Es gibt Bedenken: Die Europäische Kommission leitet eine eingehende Prüfung der rumänischen Unterstützungsmaßnahmen für Blue Air ein.

Top-Jobs

aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Die Europäische Kommission hat eine eingehende Prüfung eingeleitet. Sie soll zeigen, ob bestimmte Maßnahmen Rumäniens zur Unterstützung der Fluggesellschaft Blue Air mit den EU-Beihilfevorschriften vereinbar sind. Die rumänische Airline befindet sich seit 2019 in finanziellen Schwierigkeiten und wurde 2020 von der Covid-Pandemie getroffen.

Seit November 2022 führt Blue Air keine Flüge durch, da die rumänischen Behörden die Betriebsgenehmigung der Fluggesellschaft aufgrund ihrer finanziellen Lage vorübergehend ausgesetzt haben. Im März 2023 meldete die Fluggesellschaft Insolvenz an.

Umstrukturierungsplan mehrfach aktualisiert

Bereits im August 2020 hatte die Kommission zwei Maßnahmen zugunsten von Blue Air genehmigt. Zum einen eine staatliche Garantie im Umfang von rund 28 Millionen Euro zur Entschädigung der Verluste durch die Covid-Pandemie sowie durch Reisebeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus. Und zweitens eine staatliche Garantie im Umfang von rund 34 Millionen Euro für ein Rettungsdarlehen, mit dem der Liquiditätsbedarf von Blue Air für die folgenden sechs Monate teilweise gedeckt werden sollte.

Im April 2021 übermittelte Rumänien der Kommission einen Umstrukturierungsplan für Blue Air für den Zeitraum von August 2020 bis September 2025. Der Plan wurde mehrfach aktualisiert und sieht eine Laufzeitverlängerung der Garantie für das Rettungsdarlehen auf sechs Jahre vor sowie Umstrukturierungsmaßnahmen und voraussichtliche private Finanzierungen. Im November 2022 zahlte Rumänien das Darlehen zurück und übernahm 75 Prozent der Anteile an Blue Air.

Kommission äußert Bedenken

«Zum gegenwärtigen Zeitpunkt hat die Kommission Bedenken, dass der Umstrukturierungsplan und die zu dessen Umsetzung durchgeführten Beihilfemaßnahmen nicht mit den EU-Beihilfevorschriften, insbesondere nicht mit den Leitlinien für Rettungs- und Umstrukturierungsbeihilfen, im Einklang stehen», so die Kommission am Montag (17. April).

Im Rahmen der nun eingeleiteten Prüfung wird die Kommission kontrollieren, ob die wettbewerbsrechtlichen Bedenken gerechtfertigt sind. Unter anderem wird besonders geprüft, ob der Umstrukturierungsplan geeignet ist, die langfristige Rentabilität von Blue Air ohne eine Fortführung der bisherigen Beihilfen oder zusätzliche staatliche Beihilfen wiederherzustellen. Ebenfalls besonders unter die Lupe nimmt die Kommission, ob geeignete Maßnahmen getroffen wurden, um die durch die Beihilfe verursachten Wettbewerbsverzerrungen zu begrenzen. Mit der Einleitung eines Prüfverfahrens wird Rumänien und den Beteiligten Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben.

Mehr zum Thema

Rumänische Blue Air meldet Insolvenz an

Rumänische Blue Air meldet Insolvenz an

Blue Air verschiebt den Neustart

Blue Air verschiebt den Neustart

Boeing 737 Max von Blue Air: Fünf Stücken gehörten zur Flotte.

Blue Air plant Neustart mit fünf Flugzeugen

ticker-airbus-konzern-

USA sehen Airbus-Kredit als Gefahr für Handelsfrieden

Video

air new zealand syknest
Air New Zealand verschiebt den Start ihrer Schlafkojen für die Economy Class abermals. Eigentlich sollte Syknest 2026 endlich in der Boeing 787 abheben. Doch noch fehlt die Zertifizierung - da erneut eine Behörde bei der Zulassung nicht hinterherkommt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack