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Smithsonian National Air and Space Museum

Berühmtes Luftfahrtmuseum kehrt mit Lindbergh-Flieger und X-Wing zurück

Mehr als sechs Monate Renovierungszeit mussten sich Besucher und Luftfahrtfreunde in Washington D.C. gedulden. Nun eröffnet bald das weltberühmte Smithsonian National Air and Space Museum wieder seine Pforten.

Mehr als sechs Millionen Menschen pilgern in normalen Zeiten jährlich ins National Air and Space Museum der Smithsonian Institution. Das macht es zum fünftmeistbesuchten Museum der Welt. Doch mehr als sechs Monate waren seine Pforten zuletzt geschlossen.

Nach einer aufwendigen Renovierung eröffnet das weltberühmte Museum im Zentrum der amerikanischen Hauptstadt aber bald wieder. Unter dem Motto «Luftfahrtpioniere, Weltraumforscher und außergewöhnliche Fluggeräte» können ab dem 14. Oktober zahlreiche Luftfahrt- und Weltraumexponate bewundert werden.

Flieger von Charles Lindbergh zu sehen

Die dann abgeschlossene Renovierungsphase ist nur ein Teil eines rund siebenjährigen Umbaus, der bis zum Jahr 2025 abgeschlossen sein soll und für den Kosten von rund einer Milliarde Dollar veranschlagt wurden. Im Museum erhalten die Besucher in insgesamt acht neuen Ausstellungen Einblicke in die Geschichte der amerikanischen Luftfahrt sowie Hintergrundinformationen zur Mondlandung.

Zu sehen sind so prominente Ausstellungsobjekten wie die Spirit of St. Louis, mit der Charles Lindbergh am 20. Mai 1927 den Atlantik überquerte, und das Schulflugzeug T-38, mit dem Jackie Cochran als erste Frau im Jahr 1953 die Schallmauer durchbrach. Auch ausgestellt sind die Kommandokapsel der Apollo 11 und ein X-Wing Starfighter in Originalgröße aus dem Film «Star Wars: The Rise of Skywalker».

Udvar-Hazy Center ist größte Ausstellung

Das Museum an der National Mall ist das größte der Smithsonian Institution und gemeinsam mit dem Steven F. Udvar-Hazy Center, der Außenstelle nahe dem Washington Dulles International Airport in Virginia, mit mehr als acht Millionen Besuchern pro Jahr eines der beliebtesten Ausflugsziele der US-Hauptstadt. Die Außenstelle entstand aufgrund von Platzmangel.

Nachdem das 1946 gegründete National Air and Space Museum nicht mehr erweitert werden konnten, eröffnete man im Jahr 2003 die bisher größte Ausstellung des Smithsonian Institution am Flughafen Washington-Dulles: Auf 71.000 Quadratmetern werden in zwei Hangars rund 170 Exponate ausgestellt, darunter das Spaceshuttle Discovery, eine Lufthansa Ju-52, eine Air France Concorde und die Boeing 367-Dash 80, Prototyp der Boeing 707. Die Umsetzung des Projekts war nur durch Spenden möglich und so erhielt erhielt die Einrichtung den Namen des Luftfahrtmäzen und Air-Lease-Corporation-Chefs Steven F. Udvar-Hazy, der rund 65 Millionen Dollar spendete.

Kostenloser Eintritt in alle Museen

Die Smithsonian Institution, die aus der Hinterlassenschaft des englischen Wissenschaftlers James Smithsonian im Jahr 1846 gegründet wurde, betreibt heute in Washington D.C. insgesamt 19 Museen und einen Zoo. In den zahlreichen Museen, die meisten davon sind entlang der berühmten National Mall beheimatet, sind insgesamt rund 155 Millionen Ausstellungsobjekte zu sehen. Da es sich die Einrichtung zum Ziel gesetzt hat, ihr Wissen an die Menschheit weiterzugeben, können alle Einrichtungen der Smithsonian Institution kostenlos besucht werden.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Aufnahmen aus dem Smithsonian Steven F. Udvar-Hazy Center.