Skizze der Beriev Be-2500. Am Amphibienflugzeug wird seit Jahrzehnten gearbeitet.

Wie Beriev Be-2500Wird ein neues Kaspisches Seemonster geboren?

Der russische Hersteller Beriev arbeitet an einem amphibischen Transportflugzeug mit gigantischem Startgewicht. Ganz neu ist die Idee nicht.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Mitarbeiter des Geheimdienstes der USA entdeckten 1967 auf Satellitenaufnahmen aus der Sowjetunion ein riesiges Fluggerät. Beschriftet war es mit KM. Es war ihnen völlig unbekannt und bekam den Übernamen Kaspisches Seemonster. 92 Meter lang war der Megaflieger und er war mit zehn Triebwerken ausgerüstet.

Was die USA entdeckten, war eine riesige Testmaschine für das sowjetische Programm für Bodeneffektfahrzeuge oder Ekranoplans, wie die Russen die Gefährte nannten. Mit ihnen wollte die UdSSR Truppen oder Raketen schnell und sicher transportieren. Umgesetzt wurde das Programm nie. Nun könnte jedoch ein kleiner Verwandter des Kaspischen Seemonsters geboren werden.

Startgewicht von über 1000 Tonnen

Wie der staatliche russische Luftfahrtkonzern UAC bekannt gibt, arbeitet die Tochter Beriev Aircraft an einem «Amphibienflugzeug mit einem Startgewicht von über 1000 Tonnen». Der Flieger werde in der Lage sein, Fracht und Passagiere über weite Strecken in der Luft und über die «Infrastruktur der Schifffahrt» zu transportieren, heißt es weiter.

Namentlich genannt wird das Projekt nicht. Berievs Vorzeigeprodukt ist derzeit die Be-200 S. Das 32,8 Meter lange Amphibienflugzeug mit einem maximalen Startgewicht von 41 Tonnen ist weltweit im Einsatz - vor allem für Lösch- und Rettungseinsätze. 17 Stück wurden bisher gebaut. Der neue Flieger würde also ein rund 25 Mal höheres Stargewicht aufweisen und wäre folglich auch massiv größer.

Alter Traum

An einem XL-Modell arbeiten die Ingenieure von Beriev schon länger. Seit 2007 tüfteln sie an Entwürfen für eine Be-2500. Ihr maximales Startgewicht soll allerdings 2500 Tonnen betragen, die Nutzlast 1000 Tonnen. Sie würde 115 Meter lang, hätte eine Spannweite von 123 Metern und eine Reichweite von 16.000 Kilometern.

Auch in China arbeiten Ingenieure an einem großen neuen Amphibienflugzeug. Die Avic AG600 hat eine Reichweite von 4500 Kilometern. Sie ist 36,9 Meter lang und hat eine Spannweite von 38,8 Metern. Das maximale Startgewicht beträgt 53,5 Tonnen.

Mehr zum Thema

Das Kaspische Seemonster wurde 1964 von der UdSSR entwickelt. Es war rund hundert Meter lang und hatte zehn Triebwerke. Die Nutzlast betrug bis zu 540 Tonnen.

Die Rückkehr der Ekranoplans

Viking-Air-Video: Die Pläne zur CL-515 sind ab circa Minute 8:40 zu sehen.

Viking Air sucht Kunden für neues Amphibienflugzeug

Riesen-Flugboot startet erstmals aus dem Wasser

Riesen-Flugboot startet erstmals aus dem Wasser

Video

Flugzeug auf Zug: Waghalsiges Manöver.
Ein Pilot, ein fahrender Güterzug – und kaum Platz für Fehler. In der Türkei ist ein außergewöhnliches Landemanöver gelungen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Bildschirmfoto 2026-02-16 um 095023
Nach 16 Jahren im Dienst hat der Flugzeugbauer sein letztes Dreamliner-Testflugzeug ausgemustert. Die Boeing 787-8 sollte ursprünglich einen anderen Zweck bekommen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies