CRJ 550: Wird sie doch wieder produziert?

BerichtBelebt Mitsubishi die CRJ wieder?

Eigentlich wurde gerade erst der letzte CRJ ausgeliefert. Doch die neue Besitzerin Mitsubishi könnte die Produktion wieder hochfahren.

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Mit der Auslieferung der 1945. und letzten CRJ endete im März eine Ära. Nachdem Mitsubishi das Programm von Bombardier gekauft hatte, entschloss der japanische Konzern, es einzustampfen. Eigentlich machte das auch Sinn; jedes Flugzeug verursachte zuletzt Verluste in Höhe von zwei Millionen Dollar.

Doch offenbar sieht die Führung von Mitsubishi inzwischen wieder Potenzial in Regionalflugzeugen – das will zumindest das Analyseportal Leeham News aus mehreren Quellen erfahren haben. Laut dem Bericht erwägen die Japaner, die Produktion für die amerikanische Skywest Airlines wieder aufzunehmen, welche die CRJ 700 in einer Konfiguration mit 50 Sitzen gebrauchen könnte, CRJ550 genannt. Sie war es auch, welche die letzte CRJ übernommen hatte. Sie fliegt für die Skywest-Kundin Delta.

Keine neuen 50-Sitzer

Eigentlich hätten 70 bis 76 Passagiere Platz in dem Flieger. Doch Skywest fliegt als Wet-Lease-Anbieterin für United Airlines und Delta, wo es auch eine echte Business Class gibt. Und: Die 50 Sitze waren auch eine Folge der sogenannten Scope Clauses. Diese vertraglichen Regelungen sichern Gewerkschaften in den USA zu, dass nur Jets bis zu einer gewissen Größe von Wet-Lease-Anbieterinnen betrieben werden dürfen, um die eigenen Angestellten zu schützen.

Aktuell gibt es keine Jets, welche alternde 50-Sitzer ersetzen. Diese Größe an Regionaljets ist in den USA aber weiterhin gefragt. Embraer hofft darauf, dass sich Gewerkschaften und Airlines auf eine Ausweitung der Grenzen einigen und will dann die neue E175-E2 ins Rennen schicken. Aktuell ist sie noch zu groß. Darum haben die Brasilianer den Start der Variante auf 2023 verschoben.

Geld von Wirtschaftsförderung in Kanada

Offiziell wollen weder Skywest noch Mitsubishi die Information bestätigen. Man habe sich noch auf gar nichts festgelegt, so Ross Mitchell, der bei Mitsubishi für die zentralen Funktionen zuständig ist. Er dementiert aber auch nicht und hält fest: «Es ist klar, dass der Markt für Regionaljets wichtig für uns ist.»

Die Überlegungen scheinen zumindest schon fortgeschritten zu sein. Offenbar könne man auf Gelder der Wirtschaftsförderung in Kanada hoffen, heißt es von einer Quelle gegenüber Leeham. Zwar hat Mitsubishi die Produktionshallen des CRJ im kanadischen Mirabel an Airbus abgegeben. Die Europäer produzieren dort nun den A220. Doch am Flughafen bei Montreal gebe es genügend Platz, um neue Flächen zu errichten.

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