CRJ 550: Wird sie doch wieder produziert?

BerichtBelebt Mitsubishi die CRJ wieder?

Eigentlich wurde gerade erst der letzte CRJ ausgeliefert. Doch die neue Besitzerin Mitsubishi könnte die Produktion wieder hochfahren.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Mit der Auslieferung der 1945. und letzten CRJ endete im März eine Ära. Nachdem Mitsubishi das Programm von Bombardier gekauft hatte, entschloss der japanische Konzern, es einzustampfen. Eigentlich machte das auch Sinn; jedes Flugzeug verursachte zuletzt Verluste in Höhe von zwei Millionen Dollar.

Doch offenbar sieht die Führung von Mitsubishi inzwischen wieder Potenzial in Regionalflugzeugen – das will zumindest das Analyseportal Leeham News aus mehreren Quellen erfahren haben. Laut dem Bericht erwägen die Japaner, die Produktion für die amerikanische Skywest Airlines wieder aufzunehmen, welche die CRJ 700 in einer Konfiguration mit 50 Sitzen gebrauchen könnte, CRJ550 genannt. Sie war es auch, welche die letzte CRJ übernommen hatte. Sie fliegt für die Skywest-Kundin Delta.

Keine neuen 50-Sitzer

Eigentlich hätten 70 bis 76 Passagiere Platz in dem Flieger. Doch Skywest fliegt als Wet-Lease-Anbieterin für United Airlines und Delta, wo es auch eine echte Business Class gibt. Und: Die 50 Sitze waren auch eine Folge der sogenannten Scope Clauses. Diese vertraglichen Regelungen sichern Gewerkschaften in den USA zu, dass nur Jets bis zu einer gewissen Größe von Wet-Lease-Anbieterinnen betrieben werden dürfen, um die eigenen Angestellten zu schützen.

Aktuell gibt es keine Jets, welche alternde 50-Sitzer ersetzen. Diese Größe an Regionaljets ist in den USA aber weiterhin gefragt. Embraer hofft darauf, dass sich Gewerkschaften und Airlines auf eine Ausweitung der Grenzen einigen und will dann die neue E175-E2 ins Rennen schicken. Aktuell ist sie noch zu groß. Darum haben die Brasilianer den Start der Variante auf 2023 verschoben.

Geld von Wirtschaftsförderung in Kanada

Offiziell wollen weder Skywest noch Mitsubishi die Information bestätigen. Man habe sich noch auf gar nichts festgelegt, so Ross Mitchell, der bei Mitsubishi für die zentralen Funktionen zuständig ist. Er dementiert aber auch nicht und hält fest: «Es ist klar, dass der Markt für Regionaljets wichtig für uns ist.»

Die Überlegungen scheinen zumindest schon fortgeschritten zu sein. Offenbar könne man auf Gelder der Wirtschaftsförderung in Kanada hoffen, heißt es von einer Quelle gegenüber Leeham. Zwar hat Mitsubishi die Produktionshallen des CRJ im kanadischen Mirabel an Airbus abgegeben. Die Europäer produzieren dort nun den A220. Doch am Flughafen bei Montreal gebe es genügend Platz, um neue Flächen zu errichten.

Mehr zum Thema

Eine CRJ 700 von Skywest. Die Airline wird auch die allerletzte CRJ bekommen.

Die allerletzte Bombardier CRJ

Aus alten ERJ 145 sollen halbe Privatjets werden, so Embraer. Die Brasilianer bieten dazu ein neues Umbauprodukt an.

Alte Embraer ERJ 145 sollen zu halben Privatjets werden

Bombardier Global 6500: Darf in den USA nicht verkauft werden, sagt Präsident Donald Trump.

Trump will Bombardier aus den USA verbannen - doch die Drohung birgt einen sachlichen Fehler

ticker-bombardier-neu

Bombardier übernimmt kanadisches Werk von Mitsubishi

Video

Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack
midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack