Lufthansa Airbus A319: Flug LH1487 wurde in der weißrussischen Hauptstadt durchsucht.

SicherheitswarnungWeißrusslands Behörden durchsuchen A319 von Lufthansa

Ein Airbus A319 von Lufthansa und seine Passagiere mussten vor dem Start in Minsk einen «Sicherheitscheck» der Behörden durchlaufen. Was der Grund dafür ist, ist unklar.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Am Montagnachmittag (24. Mai) mussten Passagiere von Lufthansa-Flug LH1487 von Minsk nach Frankfurt Geduld aufbringen. Weißrussische Behörden durchsuchten vor dem Start das ganze Flugzeug und auch seine Passagiere.

Der Airbus A319 mit dem Kennzeichen D-AIBD war pünktlich um 13:23 Uhr aus Frankfurt kommend in Minsk gelandet. Doch die Abfertigung für den Rückflug verlief nicht normal. Angeblich erhielt der Flughafen einen Hinweis auf ein Sicherheitsproblem.

«Sicherheitscheck» der Passagiere

Ein Sprecher von Lufthansa bestätigte den Vorfall gegenüber aeroTELEGRAPH. Während des Boardings habe es einen Sicherheitswarnhinweis an die Behörden gegeben. «Wir folgten den Anweisungen der lokalen Behörden, die das Flugzeug vor Abflug erneut durchsuchten und die Passagiere erneut einem Sicherheitscheck unterzogen. Dazu wurden auch alle Koffer und die Fracht ausgeladen.»

Um was für einen Warnhinweis es sich gehandelt haben soll, ist unklar. Um 16:22 Uhr lokaler Zeit startete der Flug endlich in Minsk, mit rund zwei Stunden Verspätung. Lufthansa betont, dass sich alle 51 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder an Bord befinden.

Einen Tag nach Ryanair-Zwangsumleitung

Am Sonntag (23. Mai) war ein Flug von Ryanair von Griechenland nach Litauen von Weißrussland gezwungen worden, in Minsk zu landen. Dabei wurde ein von der autokratischen Regierung gesuchter Blogger und Journalist festgenommen. Der Vorfall wurde von der Airline und vielen Politikern in Europa als staatliche Flugzeugentführung und schwerwiegenden Eingriff in den Luftverkehr bezeichnet. Die Europäische Union hat bereits angekündigt, der Vorfall werde «nicht ohne Konsequenzen bleiben». Am Dienstag wollen die Chefs der EU-Länder bei ihrem Gipfel über Maßnahmen gegen Weißrussland beraten.

Einige Airlines, darunter Air Baltic und Wizz Air, umfliegen seit Sonntagnachmittag den Luftraum von Weißrussland. Lufthansa gehörte zunächst nicht zu den Unternehmen, die das Land infolge des Ryanair-Vorfalls meiden. Die deutsche Fluggesellschaft erhielt dafür scharfe Kritik, unter anderem vom Deutschen Journalisten-Verband DJV. «Die Lufthansa will den Luftraum von Belarus weiter durchfliegen und bringt damit wissentlich Journalist*innen und Regimekritiker*innen in Gefahr.»

Lufthansa umfliegt Weißrussland jetzt doch

Am Montagabend teilte ein Lufthansa-Sprecher aeroTELEGRAPH mit, dass die Airline «aufgrund der aktuell dynamischen Lage» vorübergehend doch nicht mehr den Luftraum Weißrusslands für ihre Flüge nutzen wird.

Mehr zum Thema

Eine Ryanair Boeing 737: Durchgeführt wurde der Flug von der polnischen Tochter Ryanair Sun.

Weißrussland zwingt Ryanair-Flug zur Landung

Billigairline ist nicht gleich Billigairline: Ryanair kommt auf 38 Punkte, Wizz Air auf 33. Easyjet dagegen schafft 84 Punkte.

Ryanair: «Staatliche Flugzeugentführung»

Embraer E195 der staatlichen Fluggesellschaft: Belavia darf künftig nicht mehr in die EU oder nach Großbritannien fliegen.

EU beschließt Bann von weißrussischen Airlines

ticker-lufthansa

Lufthansa: Erste Allegris-First-Class-Prämienflüge bei Miles & More verfügbar

Video

Comac C919 von China Southern Airlines: Außen fix und innen?
Bislang setzt Shenzhen Airlines ausschließlich auf Airbus und Boeing. Nun möchte die mehr als 200 Flugzeuge starke Air-China-Tochter auch die Comac C919 einsetzen. Interesse gibt es auch von Loong Air. Das Problem: Lieferketten und Produktionsgeschwindigkeit bremsen den chinesischen Hersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
So weist Lufthansa auf die Spielregeln hin: Neues Highspeed-Internet an Bord.
Erstmals hat ein Flugzeug von Lufthansa Passagiere regulär ans Ziel gebracht, in dem das neue Highspeed-Internet installiert ist. Wir waren an Bord und haben das neue Angebot getestet.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
vietnam airlines vn34 fuel dump load sheet 01
Eine falsche Beladung kann dazu führen, dass ein Flugzeug nicht rechtzeitig abheben kann. Der Ladesplan der Boeing 787 von Vietnam Airlines zeigt nun aber: Beim Vorfall am Flughafen München war dies nicht der Grund für das zu späte Abheben des Dreamliners.
Timo Nowack
Timo Nowack