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Lithium-Ionen-FrachtBehörde will Batterien-Transport verbieten

Die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA will den Transport von Lithium-Ionen-Batterien an Bord von Passagierfliegern verbieten. Das Risiko sei «akut und sehr groß».

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Lithium-Ionen-Batterien sind in der digitalen Welt ein wichtiger Bestandteil. Sie versorgen die Geräte, mit denen wir täglich kommunizieren und arbeiten mit Energie. Damit sie auch an Ziele kommen, die normalerweise nicht von Frachtfliegern angesteuert werden, beauftragen die Cargo-Anbieter derzeit oft Passagierflieger mit dem Transport der Batterien. Doch schon bald könnte das verboten werden. Die US-Behörde Federal Aviation Administration FAA hat erklärt, dass man ein Verbot des Transports von Lithium-Ionen-Batterien an Bord von Passagierfliegern durchsetzen wolle.

«Wir glauben, dass da ein akutes Risiko besteht und man dringend handeln muss», so Angela Stubblefield, die sich bei der FAA mit gefährlichen Materialien auseinandersetzt, laut der Nachrichtenagentur AP.  Denn wie verschiedene Tests von Behörden gezeigt haben, können die Batterien durch Wärmeentwicklung Brände auslösen und zu Explosionen führen. Passiert das während des Fluges, kann das für die Insassen des Fliegers tödlich enden.  Eine Simulation eines möglichen Brandes können Sie oben im Video sehen.

26 Millionen Passagiere betroffen

Alleine an Bord der Fluglinien, die die Lithium-Ionen-Fracht in und aus den USA transportieren, fliegen jährlich 26 Millionen Passagiere, so Stubblefield weiter. Das wolle man nicht mehr tolerieren. Das Verbot, so Stubblefield, solle nicht nur Großlieferungen umfassen. Alle Lithium-Ionen-Batterien, die unverbaut transportiert würden, dürften dann von Passagierfliegern nicht mehr geflogen werden. Lithium-Ionen-Batterien, die bereits in Elektronik verbaut sind, wären von dem Verbot nicht betroffen.

Erst vor kurzer Zeit hatte Flugzeugbauer Boeing seinen Kunden dringend dazu geraten, keine großen Ladungen Lithium-Ionen-Batterien mehr zu transportieren. Die Gefahr, die von den entflammbaren Batterien ausgehe, stelle ein großes Sicherheitsrisiko dar und noch seien keine Verpackungs- und Transportlösungen gefunden, die einen Brand sicher verhindern können.

Airlines weigern sich bereits

Einige Airlines wie etwa Delta und United haben bereits gehandelt und weigern sich, die Ladung zu transportieren. In einem Schreiben im Frühling riefen sie auch andere Anbieter dazu auf, es ihnen nachzutun.

113 Zwischenfälle zählte die amerikanische Luftfahrt-Sicherheitsbehörde FAA zwischen 1991 und 2010, die auf irgendeine Weise mit Lithium-Batterien zusammenhängen. Auch beim Absturz einer Boeing 747 von UPS im September 2010 wird vermutet, dass Batterien für ein Feuer an Bord und Rauchentwicklung im Cockpit verantwortlich waren. Das führte schließlich zum Kontrollverlust.

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