Production line of the Boeing 787: Difficulties have emerged.

Nicht nur ein neuer JetBaut Boeing mit der 797 im großen Stil um?

Der Flugzeugbauer will mit einer potenziellen 797 auch sein gesamtes Passagierjet-Geschäft profitabler ausrichten, vermuten zwei Experten - zulasten der Zulieferer.

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Ende Januar verkündete Boeing, nicht mehr 2019, sondern erst 2020 zu entscheiden, ob man wirklich ein NMA New Middle of the Market Airplane bauen wird, in der Branche Boeing 797 genannt. Dass sich der US-Flugzeughersteller viel Zeit nimmt für diese Entscheidung, könnte auch damit zu tun haben, dass es bei dem Projekt um mehr geht als nur die Entwicklung eines neuen Modells - zumindest legen das zwei Experten nahe.

Kevin Michaels, Geschäftsführer der Beratungsfirma Aero Dynamic Advisory, und Richard Aboulafia vom Beratungsunternehmen Teal Group erklärten auf einer Fachkonferenz bei Seattle, dass es Boeing nicht nur um den Kampf um die Mitte des Marktes mit Airbus und dem A321 Neo gehe. Es gehe auch um Neujustierungen für das gesamte eigene Geschäft mit Passagierfliegern, etwa bei den Zulieferern und der Ersatzteilversorgung. Dabei geht es Boeing laut Michaels unter anderem darum, Profite, die über die Jahre immer mehr an Zulieferer abgewandert seien, wieder zurück ins Haus zu holen.

Profite von Zulieferern zurückholen

Damit habe der Flugzeugbauer auch schon begonnen. Etwa indem er Zulieferern im Rahmen eines Programmes namens Partnership for Success jährliche Preissenkungen in die Verträge schreibe oder Aftermarket-Firmen Lizenzgebühren zahlen lasse. Wer nicht mitmache, werde ausgetauscht, wie etwa der Fahrwerkshersteller UTC Aerospace Systems durch Heroux-Devtek, wie Aboulafia laut dem Fachmagazin Flightglobal anmerkte.

Auch die Übernahme des Zulieferers KLX und die Joint-Ventures mit Adient Aerospace für Sitze und mit Safran für Hilfstriebwerke passen zum Kurs. Was Boeing aber wirklich brauche, so Michaels, sei ein neues Flugzeug, um etwa im Ersatzteil- und Service-Markt die Weichen neu zu stellen, der bei bestehenden Modellen viel zu stark umkämpft sei. Mit einem neuen Flieger sei ein neuer Schritt möglich: «Das Geschäftsmodell der nächsten Generation verschiebt den Wert von den Zulieferern zu den Flugzeugherstellern», so Michaels.

Erst 797 dann 737-Nachfolger?

Boeing selbst erklärte gegenüber Flightglobal auch, dass man sich bei einem potenziellen NMA auf eine Transformation der Fertigung konzentriere, nicht auf technologische Sprünge beim Flieger selbst. «Wir sehen das nächste neue Flugzeug, wenn wir das Middle of the Market umsetzen, nicht als Technologieschub-Flugzeug», so das Unternehmen.

Michaels vermutet auch, dass Boeing mit der potenziellen 797 das Geschäftsmodell auf die Entwicklung eines 737-Nachfolgers vorbereitet. Baue der Hersteller das NMA doch nicht, werde erst der nächste Single-Aisle-Jet die neue Epoche einläuten, so der Experte.

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