Production line of the Boeing 787: Difficulties have emerged.

Nicht nur ein neuer JetBaut Boeing mit der 797 im großen Stil um?

Der Flugzeugbauer will mit einer potenziellen 797 auch sein gesamtes Passagierjet-Geschäft profitabler ausrichten, vermuten zwei Experten - zulasten der Zulieferer.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Ende Januar verkündete Boeing, nicht mehr 2019, sondern erst 2020 zu entscheiden, ob man wirklich ein NMA New Middle of the Market Airplane bauen wird, in der Branche Boeing 797 genannt. Dass sich der US-Flugzeughersteller viel Zeit nimmt für diese Entscheidung, könnte auch damit zu tun haben, dass es bei dem Projekt um mehr geht als nur die Entwicklung eines neuen Modells - zumindest legen das zwei Experten nahe.

Kevin Michaels, Geschäftsführer der Beratungsfirma Aero Dynamic Advisory, und Richard Aboulafia vom Beratungsunternehmen Teal Group erklärten auf einer Fachkonferenz bei Seattle, dass es Boeing nicht nur um den Kampf um die Mitte des Marktes mit Airbus und dem A321 Neo gehe. Es gehe auch um Neujustierungen für das gesamte eigene Geschäft mit Passagierfliegern, etwa bei den Zulieferern und der Ersatzteilversorgung. Dabei geht es Boeing laut Michaels unter anderem darum, Profite, die über die Jahre immer mehr an Zulieferer abgewandert seien, wieder zurück ins Haus zu holen.

Profite von Zulieferern zurückholen

Damit habe der Flugzeugbauer auch schon begonnen. Etwa indem er Zulieferern im Rahmen eines Programmes namens Partnership for Success jährliche Preissenkungen in die Verträge schreibe oder Aftermarket-Firmen Lizenzgebühren zahlen lasse. Wer nicht mitmache, werde ausgetauscht, wie etwa der Fahrwerkshersteller UTC Aerospace Systems durch Heroux-Devtek, wie Aboulafia laut dem Fachmagazin Flightglobal anmerkte.

Auch die Übernahme des Zulieferers KLX und die Joint-Ventures mit Adient Aerospace für Sitze und mit Safran für Hilfstriebwerke passen zum Kurs. Was Boeing aber wirklich brauche, so Michaels, sei ein neues Flugzeug, um etwa im Ersatzteil- und Service-Markt die Weichen neu zu stellen, der bei bestehenden Modellen viel zu stark umkämpft sei. Mit einem neuen Flieger sei ein neuer Schritt möglich: «Das Geschäftsmodell der nächsten Generation verschiebt den Wert von den Zulieferern zu den Flugzeugherstellern», so Michaels.

Erst 797 dann 737-Nachfolger?

Boeing selbst erklärte gegenüber Flightglobal auch, dass man sich bei einem potenziellen NMA auf eine Transformation der Fertigung konzentriere, nicht auf technologische Sprünge beim Flieger selbst. «Wir sehen das nächste neue Flugzeug, wenn wir das Middle of the Market umsetzen, nicht als Technologieschub-Flugzeug», so das Unternehmen.

Michaels vermutet auch, dass Boeing mit der potenziellen 797 das Geschäftsmodell auf die Entwicklung eines 737-Nachfolgers vorbereitet. Baue der Hersteller das NMA doch nicht, werde erst der nächste Single-Aisle-Jet die neue Epoche einläuten, so der Experte.

Mehr zum Thema

Autositz von Adient: Mit Boeing hebt der Zulieferer nun in die Lüfte ab.

Boeing baut eigene Sitze - in Deutschland

Boeing und Safran bauen zusammen Hilfstriebwerke

Boeing und Safran bauen zusammen Hilfstriebwerke

Kind mit Boeing-Modell: Kann es sich 2020 ein neues Spielzeug schenken lassen?

Boeing lässt sich mit 797 mehr Zeit

Boeing KC-135 Stratotanker: Über dem Irak abgestürzt.

Boeing KC-135 der USA über Irak abgestürzt

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack