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Bangkok will Billigairlines verbannen

Warteschlangen, Baumängel, zu wenig Personal: der Flughafen Suvarnabhumi ist ein Alptraum. Nun schafft man Abhilfe.

Suvarnabhumi AIrport

Straße zum Flughafen Suvarnabhumi: Selten so leer.

span>Der Flughafen Suvarnabhumi wurde zwar erst vor sechs Jahren in Betrieb genommen. Doch schon jetzt platzt er aus allen Nähten. Der thailändische Verkehrsminister verkündete nun die Lösung für den Problem-Hub. Die Regierung verabschiedet sich von der Ein-Flughafen-Politik. Entlastung soll der alte Airport Don Mueang bringen. Und es wird allerhöchste Zeit dafür: die Zustände in Suvarnabhumi sind unzumutbar. Passagieren wird geraten, mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein. Bei den meisten anderen internationalen Airports sind es zwei Stunden. Suvarnabhumi ist chronisch überlastet. Ursprünglich geplant gebaut für eine Kapazität von 45 Millionen Passagieren, benutzen ihn heute bereits 51 Millionen Gäste. Zusätzlich bilden sich lange Staus bei der Ein- und Ausreise, da nicht genügend Personal zur Verfügung steht.

Der Ausbau ist geplant. Bis 2015 soll die erste Phase abgeschlossen sein, die Kapazität verdoppelt werden. Solange kann die Regierung aber nicht warten. Der Premierminister will daher finanzielle Anreize schaffen. NOK Air, Orient Thai, Air Asia & Co. sollen wieder in den alten Don Mueang Airport umziehen, der heute nur noch für Inlandsflüge genutzt wird. Dies würde Suvarnabhumi täglich um bis zu 90 Flüge entlasten, wie die Zeitung Bangkok Post berichtet.

Massive Umsteigezeiten

Die Betreiber der Billigairlines sind indes wenig begeistert. Wie Orient-Thai-Gründer Udom Tantiprasong in der deutschsprachigen thailändischen Zeitung Wochenblitz erklärt, hält er wenig davon, dass die Behörden das Problem an die Fluggesellschaften delegieren. Stattdessen soll mehr Personal eingesetzt werden, um die Warteschlangen zu verringern. Tassapon Bijleveld, Geschäftsführer von Thai Asia befürchtet immense Kosten für den erneuten Umzug. Aber grundsätzlich wolle er erst das finanzielle Angebot der Regierung abwarten. Bestraft würden die Mitarbeiter. Viele haben mit dem Flughafen-Umzug auch ihren Wohnort gewechselt. Immerhin liegen die beiden Flughäfen 40 Kilometer auseinander.

Und hier liegt ein zukünftiges Problem für Reisende. Wer in Bangkok umsteigen und den Flughafen wechseln muss, kann sich auf ein logistisches Abenteuer gefasst machen. Zwischen den beiden Orten existieren keine Verbindungen mit dem öffentlichen Verkehr. Ein Taxi braucht mindestens 45 Minuten. Wer Bangkok kennt, weiß, dass diese Zeitangabe mehr als optimistisch ist.



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