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Pläne der vietnamesischen Fluglinie

Bamboo Airways will mit Airbus A380 in die USA

Die vietnamesische Fluggesellschaft ist noch kein Jahr in der Luft. Und schon hegt sie große Pläne. Schon im Frühjahr 2020 will Bamboo Airways USA-Flüge starten - mit Airbus A380.

Airbus

Airbus A380: Bamboo Airways will mit dem Superjumbo auf die Langstrecke.

Eines muss man den Managern von Bamboo Airways lassen. An Tatkraft mangelt es ihnen nicht. 2017 gründeten sie die Fluggesellschaft, ein Jahr später erhielten sie das Luftverkehrsbetreiberzeugnis (Englisch: Air Operator Certificate oder AOC), bestellten 80 Flugzeuge bei Airbus und Boeing. Und im Januar 2019 starteten sie den Betrieb.

Inzwischen bedient Bamboo Airways mit acht geleasten Flugzeugen (einem Airbus A319, vier A320 und drei A321 Neo) Ziele in Vietnam, Japan, Südkorea und Taiwan. Doch längst wollen die Manager der Fluggesellschaft mehr, die zum Konglomerat FLC Group gehört. Mit den bestellen Dreamlinern wollen sie auch Ziele in Europa und den USA ansteuern. Sie möchten dabei von den rasant steigenden Besucherzahlen in Vietnam profitieren. Allein in den vergangenen drei Jahren hat sich die Zahl der Touristen im südostasiatischen Land verdreifacht.

Los Angeles oder San Francisco

Besonders interessant sind für Bamboo Airways aber die USA. Aktuell gibt es keine Nonstopflüge zwischen den beiden Ländern. Im Februar hat die Luftfahrtbehörde der USA Vietnam aber in die Sicherheitskategorie 1 hinaufgestuft. Dadurch könnten vietnamesische Fluggesellschaften nun theoretisch auch in die USA fliegen. Sie benötigen dafür allerdings noch eine individuelle Bewilligung der Federal Aviation Administration FAA.

Bamboo Airways will die Formalitäten so schnell wie möglich hinter sich bringen und loslegen. «Wir starten im ersten Quartal 2020, falls wie die Bewilligung bis Ende dieses Jahres erhalten», bestätigte FLC-Vorstandsvorsitzender Trinh Van Quyet der Zeitung Financial Times. Er nennt Los Angeles oder San Francisco als erste Destinationen. Unklar sei noch, ob man von Hanoi oder Ho Chi Minh City aus starten will. Der Flug Vietnam – US-Westküste würde zwischen 14 und 16 Stunden dauern.

Plan mit geleasten Superjumbo

Flugzeuge hat Bamboo Airways dafür noch nicht. Doch offenbar hat das Management bereits einen Plan. Es will für die USA-Flüge einen geleasten Airbus A380 einsetzen. Woher die Maschine kommen soll, sagte Trinh nicht. Aktuell beziehungsweise ab kommendem Jahr haben die beiden deutschen Finanzfirmen Doric und Dr. Peters Superjumbos im Angebot, die portugiesische Hi Fly bedient mit ihrem A380 eher kurzfristigere Wet-Lease-Kunden.

Doch Bamboo ist mit der Idee nicht alleine. Auch Vietnam Airlines und Vietjet Airlines planen Flüge in die Vereinigten Staaten. Und wer damit als erster starten kann, dürfte auf dem Markt langfristig Vorteile haben.



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