Die Flügelspitze erinnert ein bisschen an einen offenen Schnabel.

Boeing 737 Max: Sparen bis in die Spitzen

Boeing hat die neuen Wingtips seiner B737 Max vorgestellt. Damit soll Airbus' A320 Neo unter Druck geraten.

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Es geht um jeden noch so kleinen Betrag, den man beim Treibstoff noch sparen kann. Boeing und Airbus versuchen sich bei der Effizienz ihrer neuen Spritsparer B737 Max und A320 Neo immer wieder gegenseitig zu übertrumpfen. Dabei hat sich das Design der Flügelspitzen inzwischen zu einem wichtigen Verkaufsargument entwickelt. Der neuste Schritt des US-Flugzeugbauers: Die 737 Max bekommt neue Flügelenden, so genannte Winglets. Boeing nennt das geneigte Design der Flügelenden «Dual-Feather» - zweifedrig. Wobei sie eigentlich eher ein bisschen an einen offenen Schnabel erinnern: die Spitze teilt sich am Flügelende, ein Winglet ist nach unten geneigt, eines nach oben. Dieses Design soll weitere 1,5 Prozent an Treibstoff einsparen können, heißt es bei Boeing.

Schon jetzt soll die neue B737 10 bis 12 Prozent effizienter sein als die aktuelle Version. Die neuen Winglets sind eine Innovation, die es so noch nicht gibt. Es sei die «am meisten forgeschrittene Wingtip-Technologie, die es im Kurz- und Mittelstreckenmarkt momentan gibt», so der Chefingenieur des Programms, Michael Teal, gemäß der Seattle Times. So lasse sie am meisten aus der Aerodynamik herausholen, ohne noch mehr Gewicht zum Flieger hinzuzufügen. 2017 soll der Jet auf den Markt kommen.

Airbus spielt das Design der Wingtips herunter

Die Flügelenden des A320 Neo nennt Hersteller Airbus Sharklets. Sie wird man wohl schon früher an den Flughäfen der Welt sehen: Der 737 Max-Konkurrent soll schon 2015 auf den Markt kommen. Die nach oben gebeugten Flügelspitzen gleichen aber noch eher denen, die auch heute schon etwa an der 737 genutzt werden. Bei Airbus spielte man Boeings Innovation herunter. «Diese Art von gespaltenem Design haben wir auch als Option für den A320 Neo studiert», so eine Sprecherin von EADS gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Doch dann habe man sich final für die Sharklets entschieden, weil sie die beste Option seien. Am aktuellen A320 nutzt Airbus kleinere Spitzen in Boomerang-Form - so genannte «Wingtip Fences».

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