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Avianca lässt bei TAP nicht locker

Nun soll die Fusion gelingen. Avianca bittet Brasiliens Regierung, ihr beim zweiten Übernahmeversuch der portugiesischen Nationalairline zu helfen.

Avianca

Flugzeug von Avianca: Zweiter Landeversuch in Portugal.

Er war am Ende der einzige, der TAP wollte. Und eigentlich rechneten darum alle damit, dass Germán Efromovich den Zuschlag auch erhalten würde. Doch die Regierung in Lissabon blies den Verkauf der Nationalairline an den brasilianisch-kolumbianischen Unternehmer und Avianca-Eigner im letzten Moment ab. Er habe keine ausreichenden finanziellen Garantien vorlegen können. Doch Efromovich gibt sich noch nicht geschlagen. Vor drei Wochen traf er sich gemäß der Tageszeitung Folha de São Paulo in Brasília mit dem brasilianischen Industrieminister Fernando Pimentel. Das Thema des Gesprächs: Staatliche Unterstützung bei einem zweiten Übernahmeversuch.

Und offenbar ist die Regierung nicht abgeneigt. Im Gegenteil sogar. Brasília soll immer mit einer vereinigten brasilianisch-portugiesischen Fluggesellschaft geliebäugelt haben, so Folha de São Paulo. Zuerst habe man auf TAM gesetzt. Doch diese Pläne hätten sich zerschlagen. Brasília sei deshalb nun bereit, das Vorhaben Efromovichs offiziell und tatkräftig zu unterstützen.

Keine Überschneidungen

Um mehr Erfolg zu haben, soll dieses Mal nicht mehr Efromovichs Holding Synergy Group die Übernahme tätigen, sondern die Tochter Avianca Brasil. Auch eine finanzielle Unterstützung schließt die Regierung nicht aus. Grundsätzlich aber hält man Efromovich für zahlungskräftig genug.

Der Unternehmer hatte immer betont, wie ideal sich TAP und seine Avianca sich ergänzen würden. Zwischen seiner Gruppe und der portugiesischen Nationalairline gebe es keinerlei Überscheidungen. «Da gibt es nur Ergänzungen. Ich kann auf diesem Planeten Erde keine andere Fluglinie erkennen, welche ergänzender zu uns wäre», sagte er letzten Herbst. Seine Avianca könnte mit TAP zu einer wirklich weltumspannenden Fluggesellschaft werden.



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