OE-LPM: Eine von zwei Boeing 787 von Austrian Airlines. Sie bleiben vorerste alleine.

Francesco Sciortino, Austrian Airlines«Im laufenden Jahr wird keine weitere Boeing 787-9 für Austrian Airlines abheben»

Auf weitere neue Flugzeuge muss die Lufthansa-Tochter noch etwas warten. Austrian Airlines' Operativchef Francesco Sciortino erklärt im Gespräch mit aeroTELEGRAPH, wie es mit der Flotte weitergeht.

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Nach langer Zeit vergebenen Hoffens auf eine Flottenerneuerung, kam bei Austrian Airlines plötzlich wieder Zuversicht auf. Innerhalb von weniger als drei Jahren ersetzten gleich fünf Airbus A320 Neo und zwei gebrauchte Boeing 787-9 die besonders in die Jahre gekommenen Flugzeuge. Weitere Ablösungen lassen jedoch noch etwas auf sich warten, wie Operativchef Francesco Sciortino im Gespräch mit aeroTELEGRAPH bestätigt.

Wann erhalten Sie weitere Exeplare der Airbus A320 Neo-Familie?

Francesco Sciortino: Im Moment gibt es dazu noch keine neuen, gesicherten Informationen. Wir erwarten in den nächsten Jahren kontinuierlichen Zulauf von Airbus-Maschinen, um ältere Flugzeuge zu ersetzen. Konkrete Daten sind von den Auslieferungsslots bei Airbus und möglichen Verspätungen abhängig.

Der A320 Neo mit dem Kennzeichen OE-LZP steht jedoch geparkt ohne Triebwerke am Flughafen Wien. Wann wird er wieder im Einsatz sein?

Die OE-LZP ist nach aktuellem Stand für maximal zwei Jahre nach Herstellervorgaben gestored, also eingelagert. Dazu sind regelmäßige Kontrollen und Tests während der Standzeit und ein ausführliches Boden- und Flugtestprogramm am Ende der Standzeit notwendig. Wann sie wieder flieen wird, ist abhängig von der Versorgung der Triebwerksshops, die die Triebwerke warten, und natürlich auch von Lufthansa Group, da die Verteilung der Triebwerke zentral gesteuert wird. Darüber hinaus werden die Triebwerke der anderen A320 Neo kontinuierlich gewechselt, um auch hier alle Herstellervorgaben zu erfüllen.

Und wie sehen die aktuellen Planungen für weitere Boeing 787-9 aus? Eigentlich wollten Sie im Sommer eine weitere übernehmen.

Austrian Airlines hat ja im Sommer 2024 zwei Boeing 787-9, die davor von Bamboo Airlines betrieben wurden, übernommen. Nach aktuellem Stand wird im laufenden Jahr keine weitere Boeing 787-9 mehr für Austrian abheben. Wann genau der nächste Dreamliner im Jahr 2026 für Austrian abheben wird, ist aktuell noch offen.

Sie haben einmal verkündet, sich auch am Gebrauchtmarkt nach Lösungen umzusehen. Wie ist der aktuelle Stand?

Im Moment ist das für uns kein Thema, wir konzentrieren uns ganz darauf vorbereitet zu sein, sobald wir die ersten Dreamliner von Lufthansa übernehmen können.

Alles hängt natürlich stark vom Auslieferungstermin der weiteren Dreamliner ab.

Eigentlich sollte noch dieses Jahr die erste von drei Boeing 767-300 ER die Flotte verlassen. Um welches Exemplar wird es sich dabei handeln?

Die drei Boeing 767, die Austrian Airlines betreibt, werden angesichts der Lieferverzögerungen bei Boeing, die sich ja auf unsere Lieferungen der neuen Dreamliner auswirken, vermutlich etwas länger als geplant und bis Ende 2025 in Betrieb bleiben. Alles, was darüber hinausgeht, hängt stark vom tatsächlichen Auslieferungstermin der weiteren Dreamliner ab. Wir sind jedenfalls für alle Lieferszenarien gut gerüstet.

Vor Kurzem wurde bekannt, dass Sie sich Gedanken über die Ablösund der Embraer E195 machen. Was spricht für AIrbus A220 und was für E195-E2?

Anpassungen bei der Flotte sind bei uns immer ein Thema, das ist ja kein Geheimnis. Unterm Strich ist die Entscheidung für oder gegen neue oder andere Flugzeugmodelle eine, in die eine Vielzahl an Parametern fließt. Nicht zuletzt ist Flotteneinkauf ja Sache von Lufthansa Group, die dann gemeinsam mit den jeweiligen Airlines entscheidet, wo welche Flugzeuge strategisch am besten eingesetzt werden können.

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