Airbus A321 von Austrian Airlines: Bis Ende des Jahres 70 bis 80 Prozent der Flotte reaktiviert.

Im SommerAustrian Airlines erwartet Rückkehr der Wiener Preisschlacht

Alexis von Hoensbroech erwartet ein Wiederaufflammen des Preiskampfes mit den Billigairlines in Wien. Man sei aber selbst schlagkräftiger als früher, so der Chef von Austrian Airlines.

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Laut ursprünglicher Planung wollte Austrian Airlines dieses Jahr schon 60 bis 70 Prozent der Kapazität in der Luft haben. Dazu kommt es nicht. Nur 40 bis 45 Prozent würden es werden, sagte Vorstandsvorsitzender Alexis von Hoensbroech am Donnerstag (29. April) bei einer Pressekonferenz. Die Hoffnung ruht dabei auf einem halbwegs guten Sommergeschäft. Doch dazu muss es Impffortschritte und den Grünen Pass geben, und zwar bald.

Die Wirksamkeit dieses Passes steht und fällt damit, dass sich die Staaten auf einheitliche Reisebestimmungen einigen können. «Diese Diskussion wird derzeit geführt», sagt von Hoensbroech. «Aber es ist ein politischer Prozess, bei dem nicht immer das herauskommt, was wir uns wünschen.» Bis der Pass international über die EU hinaus wirkt, werde es aber noch dauern. Schön wäre in seinen Augen auch ein einheitliches, weltweit gültiges Dokument, aber das sei wohl nicht realistisch. Austrian Airlines werde in der Lage sein, verschiedene Systeme zu managen.

AUA will Richtung Nordamerika kräftig aufstocken

Wie verwirrend die Lage derzeit ist, zeigt von Hoensbroech am Beispiel USA. EU-Bürger dürfen derzeit nicht einreisen, Europäer aus Nicht-EU-Staaten aber schon, zum Beispiel aus Serbien. Sobald das Reisen über den Nordatlantik wieder möglich sei, werde man die Verbindungen in die Vereinigten Staaten kräftig aufstocken und auch wieder nach Toronto und Montreal in Kanada fliegen.

In Asien bedient AUA derzeit Tokio, Shanghai und Bangkok, je ein Mal die Woche. Das werde wegen der niedrigen Auslastung auch so bleiben. Im Herbst und Winter wolle man aber die touristischen Langstrecken ausbauen.

 «Keine finanziellen Sorgen», wenn...

Die Buchungslage beschreibt von Hoensbroech als «verhalten», die Buchungen hätten sich aber auf niedrigem Niveau zuletzt verdoppelt. Derzeit sind 50 Prozent der Flotte von Austrian Airlines aktiv, im Sommer soll das auf 50 bis 55 Prozent und im Herbst auf 70 bis 80 Prozent steigen.

Nach der Schlacht mit den Billigfluglinien in Wien im Jahr 2019 und der coronabedingten Pause 2020 erwartet von Hoensbroech, dass «diese wieder Gas geben werden». Austrian Airlines sei heute aber schlagkräftiger, flexibler und gut vorbereitet. Die Kasse sei gut gefüllt, «voller als geplant». Sollte der Sommer also halbwegs laufen, habe man keine finanziellen Sorgen, so von Hoensbroech.

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