Piloten in Australien: Beim Schummeln erwischt.

Piloten mogelten bei wichtigen Tests

In der Schule spickte oder schummelte wohl jeder schon einmal. Offenbar nicht nur dann: Einige Piloten sollen bei wichtigen Sicherheitstests betrogen haben.

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In Australien wurde ein wichtiger Sicherheitstest für Piloten in den letzten zwanzig Jahren offenbar nie geändert. Findige Piloten nutzten die Bequemlichkeit der Prüfer. Sie besorgten sich die richtigen Antworten, druckten sie aus und klebten sie in Handbücher, die bei den Tests erlaubt waren. Die Praxis kam im Laufe eines Prozesses gegen einen gesperrten Piloten ans Licht.

Die australische Luftfahrtbehörde Casa fand heraus, dass er die Testantworten an einen anderen Piloten gemailt hatte. Zuvor war die Behörde offenbar von einem Whistleblower auf den Skandal aufmerksam gemacht worden. Er hatte erklärt, es sei «allgemein bekannt», dass bei der Lizenz für Verkehrspiloten (ATPL) umfassend geschummelt werde.

Betrug sei allgemein bekannt

Das sei wohl «absolut richtig», bestätigte der Vizepräsident des australischen Berufungsgerichts AAT, Philip Hack. Die Nutzung der Antworten wäre «offenkundiger Betrug». Dennoch wurde die Sperrung des betroffenen Piloten im Berufungsverfahren aufgehoben. Er hatte bestritten, in seinem Test im Oktober 2011 geschummelt zu haben. Er gab jedoch zu, die Antworten im Juli 2012 an einen anderen Piloten geschickt zu haben. Das Berufungsgericht befand daher, dass er keinen unfairen Vorteil während des Tests hatte.

Die Luftfahrtbehörde Casa will das nicht hinnehmen und hat sich an das Bundesgericht gewendet - und stellte klar, dass die Tests natürlich sofort geändert wurden, als der Betrug publik wurde.

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