Die neue Embraer 190 von Austral: nicht überall beliebt.

Australs Probleme mit Embraer

Fünf fabrikneue Maschinen der argentinischen Fluglinie stehen am Boden - weil sich die Piloten weigern, sie zu fliegen.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Zwanzig Embraer 190 kaufte der Staat zwischen 2009 und 2011 für seine Inland-Fluggesellschaft. Es war der größte Auftrag in der Luftfahrtgeschichte des Landes. Die Chefs der Fluglinie und auch die Verantwortlichen des Mutterkonzerns Aerolíneas Argentinas meinte noch im September anlässlich der Übergabe der letzten Maschine in São Paulo, das sei «ein Moment des Stolzes». Und auch die Staatspräsidentin frohlockte. Doch inzwischen stehen mindestens fünf der fabrikneuen Flieger am Boden. Dies meldet die Zeitung Diario de Mendoza.

Die brasilianische Herstellerin Embraer offerierte Argentinien für Austral nun bereits weitere vier Maschinen für umgerechnet 500 Millionen Euro (600 Millionen Franken). Doch die Regierung wird das gute Angebot offenbar ablehnen, wie das Blatt weiter schreibt. Denn die anderen fünf Maschinen werden nicht benutzt, weil es für sie ganz einfach zuwenig Piloten gibt. Austral beschäftigt zwar rund 406 Flugkapitäne. Doch die sind vor allem auf McDonnell-Maschinen ausgebildet worden: MD-81, MD-83 uns MD-88. Sie genau sollten durch die weitaus moderneren Embraer abgelöst werden. Zur Umschulung müssten die Piloten Kurse in den USA, Europa und Brasilien absolvieren. Doch genau das wollen sie offenbar nicht tun, wie der Diario de Mendoza schreibt.

Streit um Strategie

Hinter der Weigerung steht auch eine Differenz in der Strategie. Die MD-83 sind zwar deutlich älter. Sie haben aber auch eine größere Passagier- und Frachtkapazität (150 Sitzplätze). Deshalb erachten viele Piloten die Embraer 190 mit ihren 114 Sitzplätzen als wenig geeignet für Austral. Daher wären die McDonnell-Flieger besser geeignet, um Routen nach Uruguay, Chile, Brasilien oder Peru zu übernehmen. Doch genau das will Die Austral-Spitze nicht. Sie will ihre Airline weiterhin als Inland-Fluglinie positionieren. 32 Destinationen fliegen Austral und ihre Mutter derzeit in Argentinien an.

Mehr zum Thema

Blick aus einem Airbus A320 von Latam auf den südlichen Teil von Ostfalkland: Missgeschick bei British Airways.

British Airways zeigt auf Falklandinseln argentinischen Namen

ticker domus airways

Domus Airways: Neue argentinische Airline vor dem Start - mit speziellem Konzept

Boeing 737 von Flybondi: Mängel bei der Wartung.

Defekte Werkzeuge, nicht zertifiziertes Personal und Wartungsfehler

Ein altes Video zeigt die LV-BGZ bei ihrem letzten Flug.

Argentinien versteigert drei McDonnell Douglas MD-80

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack