Der Tower ist fertig, das Terminal ist offen: Der Flughafen Stepanakert hat noch nie ein Flugzeug gesehen.

Nagorni KarabachDer abtrünnige Flughafen

Seit Jahren wartet der frisch renovierte Flughafen Stepanakert auf Flüge. Doch seine Lage im abtrünnigen Nagorno Karabach behindert jeglichen Flugverkehr.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Principal Engineer - Flight Physics Simulation

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Schön geputzt steht er da. Ein Terminal, ein Tower, eine schöne Zufahrt, Parkplätze. Der Flughafen von Stepanakert, Hauptstadt der nicht anerkannten Republik Bergkarabach, ist seit drei Jahren fertiggestellt – aber hat noch kein einziges Flugzeug gesehen. Und das hat einen simplen Grund: Aserbaidschan droht jedes Flugzeug – auch wenn Zivilisten an Bord sind – abzuschießen, das auch nur in die Nähe des Airports kommt.

Seit fast 25 Jahren streiten sich Aserbaidschan und Armenien um die Region, die mehrheitlich von Armeniern bewohnt wird, aber offiziell zu Aserbaidschan gehört. 1991 erklärte sich Bergkarabach für unabhängig, allerdings wird dies weder von den Vereinten Nationen noch dem Europarat anerkannt. Der neue Flughafen sollte eigentlich die Anbindung des Gebiets an die armenische Hauptstadt Eriwan sicherstellen, die nur 330 Kilometer von Stepanakert entfernt ist. Dazwischen liegt derzeit eine mehr als siebenstündige Autofahrt durchs Gebirge.

Einigung über Region nicht in Sicht

«Der Flughafen war für unsere Bürger gedacht, damit sie sich frei bewegen können», erklärt Ashot Ghoulian, Präsident des lokalen Parlaments gegenüber der belgischen Seite Le Vif L’Express. «Wir können nicht ewig auf den guten Willen der Aserbaidschaner warten. Wir könnten ja auch unseren Luftraum für sie sperren, aber wir wollen keine Spielchen treiben.» Es sei nur noch eine Frage von Wochen, bis endlich die ersten Flieger nach Stepanakert fliegen könnten.

Dafür müsste aber erst einmal der politische Konflikt gelöst werden. Und danach sieht es derzeit nicht aus: Erst letzten Monat traf sich Frankreichs Präsident François Hollande mit den Regierungschefs der Länder – die Verhandlungen endeten ohne echte Ergebnisse.

Mehr zum Thema

Mit 3850 Metern groß genug für alle gängigen Verkehrsflugzeuge.

5,2 Millionen Passagiere, ein Lost Place und eine argentinische Vision

Restbestände von European Atlantis und Armenian Atlantis: Am Boden.

Fünf Jahre auf der schwarzen Liste – und kein Ende in Sicht

Verkehrsströme: Der Dienst Radarbox zeigt die Flugbewegungen in der Region, hier am 28. November 2024 gegen 11:20 Uhr mitteleuropäische Zeit.

Die wichtigsten Nahost-Flugrouten und ihre Risiken

Flüge südlich von Russland, aber nördlich der Nahost-Region: Deutlich mehr.

Drei Länder bilden neuen Flugkorridor zwischen Europa und Asien

Video

Bangkok Suvarnabhumi aus der Luft: Der Flughafen soll seine Kapazität verdoppeln.
Der Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi soll künftig 120 Millionen Fluggäste pro Jahr abfertigen, doppelt so viele wie heute. Dafür sind ein neues Südterminal und eine vierte Piste geplant. Und schon zuvor soll es eine Erweiterung geben.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Bildschirmfoto 2026-11-04 um 125453
Ein Learjet 60 stürzte fast senkrecht auf eine Straße in Florida, neun Menschen starben. Jetzt wurden Teile des Höhenruders gefunden - bis zu 6,1 Kilometer vom Wrack entfernt.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
learjet absturz florida 01
Die US-Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat sich zum tödlichen Absturz des Bombardier Learjet 60 in Florida geäußert. Das sind die Erkenntnisse über die letzten Minuten des Unglücksfluges, der in ein Wohngebiet stürzte.
Timo Nowack
Timo Nowack