Boeing 737 Max von Norwegian: Die Airline bekommt erneut zwei der Flieger.

Auch fünf Boeing 787 annulliertNorwegian bestellt 92 Boeing 737 Max ab

Die Billigairline hat ihre Wachstumspläne reduziert. Deshalb will sie die letzten 92 Boeing 737 Max und fünf Boeing 787 nicht mehr. Die Annullierung alleine reicht Norwegian aber noch nicht.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Als es noch gut lief, schmiedete das Management in Oslo ehrgeizige Wachstumspläne. Norwegian Air Shuttle bestellte 110 Boeing 737 Max und wollte mit den neuen, effizienten Flugzeugen ihr Streckennetz kräftig ausbauen. Doch dann wurde die Billigairline gleich von drei Rückschlägen getroffen: Sie selbst bekam finanzielle Probleme, die 737 Max wurde gegroundet und schließlich sorgte auch noch die Corona-Krise für einen Betriebsstopp.

Die vielen bestellten Flugzeuge kann die Fluggesellschaft deshalb nicht mehr brauchen und auch nicht mehr wirklich bezahlen. Man habe Boeing mitgeteilt, die verbleibenden 92 Exemplare der 737 Max nicht mehr abzunehmen, teilte Norwegian am Montagabend (29. Juni) mit. Bis zum weltweiten Grounding im März 2019 hatte die Fluggesellschaft 18 Flugzeuge des Typs erhalten.

Auch letzte fünf Dreamliner abbestellt

Nicht nur die restlichen 737 Max will Norwegian nicht mehr. Auch die fünf verbleibenden 787 Dreamliner wollen die Norweger abbestellen. Zudem möchten sie den Servicevertrag für die Flugzeuge annullieren, wie es in der Mitteilung heißt.

Norwegian hat mit Boeing aber noch mehr zu besprechen. Das Grounding der 737 Max habe «den Betrieb gestört und erhebliche Verluste verursacht», so das Unternehmen. Zugleich hätten die Probleme mit der Zuverlässigkeit der Dreamliner-Triebwerke vom Typ Rolls-Royce Trent ebenfalls zu Betriebsstörungen und Verlusten geführt, schreibt es weiter. Dafür will Norwegian entschädigt werden.

Gespräche sind in Gang, aber...

Die Gespräche über die Entschädigungen laufen bereits. Man sei aber bisher nicht zu einer Einigung gekommen, die eine «vernünftige» Entschädigung beinhalte. Zugleich hat Norwegian rechtliche Schritte unternommen, um Anzahlungen für die bestellten Flugzeuge zurück zu erhalten.

Die Gläubiger und Aktionäre von Norwegian haben im Mai einem Sanierungsplan zugestimmt, welcher der Fluglinie vorerst das Überleben sichert. Sie will dennoch die Mehrheit der Flotte bis im März 2021 am Boden behalten. Bis dahin plant sie mit einem Minimal-Flugplan auf der Kurzstrecke.

Mehr zum Thema

Norwegian plane: Will stay on ground for now, the airline itself is saved.

Norwegian ist gerettet

Dreamliner von Norwegian am Flughafen: Es dürfte noch lange dauern, bis das wieder ein normaler Anblick ist.

Norwegian will nach Corona minimal starten

Flieger von Norwegian: Akute Finanzprobleme.

Norwegian schickt vier Tochterfirmen in die Insolvenz

Boeing 737 Max: Sie bereitete dem Flugzeugbauer viele Sorgen.

Investment-Firma verklagt Boeing, obwohl sie nie eine einzige Aktie besaß

Video

lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a340 600 lufthansa abschied duesseldorf
Der erste von vier Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf wieder verlassen. Der lange Vierstrahler winkte zum Abschied.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A350 von Finnair in Melbourne: Der Weihnachtsmann fliegt selbstverständlich mit der finnischen Nationalairline nach Australien.
15.200 Kilometer, ein Zwischenstopp in Bangkok und ein neuer Kontinent im Streckennetz: Finnair hat ihre erste Australien-Verbindung eröffnet. Weshalb die Wahl auf Melbourne fiel, warum auch Fracht eine wichtige Rolle spielt und weshalb selbst der Iran-Krieg die Airline nicht von ihren Plänen abbrachte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin