Eurowings-Flieger in Hamburg: Bald seltener unterwegs.

Kritik an EntgelterhöhungAuch Eurowings streicht in Hamburg zusammen

1000 Flüge streicht die Lufthansa-Tochter am Flughafen Hamburg. Eurowings kritisiert den Airport dabei scharf. Sie ist nicht die einzige.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Der Flughafen Hamburg bekommt gerade sein Fett weg. Erst am Donnerstag (10. Oktober) hatte Ryanair bekannt gegeben, am norddeutschen Airport das Angebot um 60 Prozent zu reduzieren. Jetzt zieht Eurowings nach. Die Lufthansa-Tochter wird laut einer Medienmitteilung in einem ersten Schritt im Sommerflugplan über 1000 Flüge von und nach Hamburg aus dem Programm nehmen und an andere Standorte verlagern.

Unter anderem streiche man «die gerade von Geschäftsreisenden nachgefragte Verbindung von Hamburg nach Köln/Bonn», so Eurowings. Aus wirtschaftlichen Gründen werde sie nicht mehr angeboten. Voraussichtlich werde man auch sechs weitere Ziele in Europa und Nordafrika aus dem Programm nehmen.

Auch andere deutsche Airports auf dem Prüfstand

«Diese Entwicklung wäre vermeidbar gewesen», lässt sich Eurowings-Chef Jens Bischof zitieren. «Aber die Pläne des Flughafens für eine völlig unverhältnismäßige Erhöhung der Entgelte lassen uns keine Wahl. Es ist sehr bedauerlich, dass hier keine tragfähigen Lösungen angeboten worden sind.» Damit schlägt er einen ähnlichen Ton an wie Ryanair-Chef Eddie Wilson, der ebenfalls die Standortkosten für die Streichungen in Deutschland verantwortlich machte. 

Auch eine weitere Drohung von Eurowings ähnelt der der Konkurrenz: Man sei gezwungen, angesichts insgesamt stetig steigender Infrastruktur- und Standortkosten für Fluggesellschaften in Deutschland weitere Streckeneinstellungen auch an anderen deutschen Flughäfen zu prüfen. Stattdessen würde man dann mehr ab anderen EU-Ländern fliegen.

1,8 Millionen Ryanair-Sitzplätze weniger

Erst am Vortag hatte Ryanair erklärt, den gesamten Betrieb in Dortmund, Dresden und Leipzig einzustellen und das Angebot in Hamburg um 60 Prozent reduzieren. Das führe ab Sommer 2025 zu einem Verlust von 22 Strecken und 1,8 Millionen Sitzplätzen. In Schweden, Italien, Ungarn und Polen baue man hingegen aus, weil die Kosten dort sinken würden. Schweden wird die Luftverkehrssteuer ganz abschaffen.

Mehr zum Thema

Ryanairs Airline-Chef Eddie Wilson: Kürzt in Deutschland.

Ryanair zieht aus Dortmund, Dresden und Leipzig ab

Flügelspitze von Ryanair: Weniger in Berlin zu sehen.

Ryanair streicht ein Fünftel der Flüge in Berlin

Boeing 737 von Ryanair: Bald mehr in Riga unterwegs.

Ryanair verspottet Air Baltic als «Zombie» - und greift die kriseldne Airline frontal an

ticker-ryanair

Boeing 737 Max von Ryanair kommt bei Landung mit Winglet der Piste gefährlich nahe

Video

airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack
midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg