Kabine von Lufthansa: Nicht immer sind nach dem Flug alle Decken und Kissen noch da.

Decken, Kissen, Besteck, GeschirrAuch bei Lufthansa wird eifrig stibitzt

Passagiere lassen gerne Dinge aus dem Flugzeug mitgehen. Auch Lufthansa spürt dabei eine zunehmende Tendenz. In gewissen Fällen schreitet die Airline ein.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Es gilt als Kavaliersdelikt. Schnell mal das Besteck einpacken oder das Kissen einstecken - viele Passagiere glauben, sie hätten das Recht, Dinge aus dem Flugzeug mit nach Hause zu nehmen. Und das nicht nur in der Economy Class, sondern genauso vorne im Flugzeug. Seit sie höherwertiges Bettzeug in der Business Class eingeführt haben, verzeichnen American Airlines, United Airlines und British Airways deutlich mehr Diebstähle.

Das Phänomen hat man auch bei Lufthansa festgestellt - schon bevor das verbesserte Bettzeug in der Business Class eingeführt wurde. «Auch wir bemerken vermehrt den Schwund der Ausrüstung», so eine Sprecherin der Fluggesellschaft. Und das gelte über alle Klassen hinweg, wie sie betont.

«Verkauf im großen Stil verhindern»

«Decken und Kissen sind bei den typischen Urlaubszielen auf dem Hinweg ein beliebtes Mitnehmsel», fährt sie fort. Sie würden gerne als improvisierte Strandmatte eingesetzt. Auch als Kleidungsstück würden sie mitunter verwendet – insbesondere von Reisenden aus warmen Ländern, die den europäischen Winter nicht so kalt erwartet haben. Aber auch Besteck und Geschirr werden gerne mitgenommen.

Nicht immer geht es um solche Entwendungen für den Eigengebrauch. Gegenstände aus der Kabine landen auch bei Online-Auktionshäusern, wo sie verkauft werden. «In diesem Fall wird die Konzernsicherheit eingeschaltet, um einem Verkauf im großen Stil zu verhindern», so die Lufthansa-Sprecherin. Konkrete Zahlen zum Passagierdiebstahl kennt man bei Lufthansa aber nicht.

Hohe Kosten

Man schätze zwar, dass «unser Design und der Komfort» gut ankäme und sehe das Interesse der Reisenden auch ein wenig als Kompliment, erklärt die Sprecherin. Dennoch bedeute der zunehmende Diebstahl «für Lufthansa auch einen unerwünschten, wesentlich höheren Materialaufwand und damit höhere Kosten».

Mehr zum Thema

ticker-lufthansa

Lufthansa versteigert ausgemusterte Sitze aus Airbus A380 für den guten Zweck

INNA und Wizz Air: Das Video zu Wizz Away wurde am Flughafen Bukarest gedreht.

Wenn Airlines auf Popstars setzen

Lufthansa-Jet am Flughafen Hamburg (Archivbild): Der Airport hat viele Routen zu Lufthansa-Group-Drehkreuzen.

Lufthansa Group überprüft Mehrfach-Anbindungen an ihre Drehkreuze

Die D-AIHV, hier Mitte Mai 2026 beim Stopp in Palma de Mallorca: Schon keine Hinweise mehr auf Lufthansa.

Zwei von Lufthansa ausgemusterte Airbus A340 heben bald wieder ab

Video

Der weltgrößte Papierflieger: Er flog über 59 Meter.
Papierflieger kennt jedes Kind. Doch dieses Exemplar sprengt alle Dimensionen: Mit mehr als 20 Metern Spannweite und einem Flug über 59 Meter hat ein Team aus Italien den Weltrekord für das größte flugfähige Papierflugzeug geholt - und Deutschland entthront.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Electra aero: So soll das Regionalflugzeug aussehen.
Der erfolgreiche Testflug des Kurzstartflugzeugs EL2 ist für Electra Aero nur der Anfang. Das Unternehmen entwickelt bereits ein deutlich größeres Verkehrsflugzeug für 100 Passagiere, das dank eines ungewöhnlichen Antriebskonzepts sehr effizient fliegen soll.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
bundeswehr luftwaffe airbus a400 m venezuela hilfe 02
Die deutsche Luftwaffe schickt Airbus A400 M nach Venezuela, um nach den verheerenden Erdbeben dort zu helfen. Auch kommerzielle Fluglinien stellen Flugzeuge zur Verfügung - so etwa Vietnam Airlines oder Iberia.
Timo Nowack
Timo Nowack