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Anweisungen der Easa

Auch Autopilot der Boeing 737 Max zickt

Die europäische Luftfahrtbehörde Easa hat ein neues Problem bei der Boeing 737 Max gefunden. Und wieder macht Technik nicht das, was sie soll.

Boeing

Boeing 737 Max: Immer neue Probleme.

Erst wenn die Luftfahrtbehörden grünes Licht geben, darf die Boeing 737 Max wieder abheben. Und das könnte noch eine Weile dauern. Experten nehmen den Flieger genauestens unter die Lupe, um jeden möglichen Fehler zu finden, den Boeing korrigieren muss. Und dabei hat nun die europäische Luftfahrtbehörde Easa ein weiteres Problem gefunden. Es war bisher noch nicht öffentlich bekannt und betrifft den Autopiloten des Flugzeugs.

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg aus eingeweihten Quellen erfahren hat, hat die Easa eine Liste von fünf wichtigen Punkten erstellt, die Boeing angehen muss, damit die 737 Max wieder zugelassen wird. Einer davon betrifft den Autopiloten. Offenbar kann es Fälle geben, in dem er sich in Notfallsituationen nicht sofort ausschalten lässt. Das könnte bedeuten, dass die Piloten nicht genügend Zeit haben, selbst einzugreifen.

Unklar, welche Auswirkungen

Noch ist nicht klar, ob und wie sich das auf die Zertifizierung der 737 Max auswirkt. Das hängt unter anderem davon ab, ob Boeing Änderungen am Autopilot vornehmen muss oder ob es andere Lösungen geben kann. Sollten Änderungen am Autopiloten nötig sein, könnte das den Wiedereintritt der Boeing 737 Max in den Markt weiter verzögern, da es sich um ein sehr komplexes System handelt.

Bestätigt wurde das neue Problem von offizieller Seite noch nicht. Von der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA heißt es nur, man arbeite eng mit den Europäern zusammen. Wie ein Informant gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg erklärt, stimmten die wichtigen Punkte, die man in den USA identifiziert habe, aber mit denen der Europäer größtenteils überein.

Immer neue Probleme

Es ist nicht das erste Mal, dass im Laufe der Ermittlungen zur 737 Max neue Fehler ans Licht kommen. Erst in der vergangenen Woche wurde bekannt, dass eingesetzte Testpiloten herausfanden, dass eine Fehlfunktion eines Mikroprozessors ebenfalls zu einem Sturzflug führen kann. Ob das bei den beiden Abstürzen eine Rolle gespielt hat, ist jedoch nicht klar.

So oder so sei es bei Auftreten dieser Fehlfunktion für Piloten schwierig sein, «innerhalb von Sekunden» den Flieger wieder in die richtige Position zu bringen, wie es im Bericht heißt. Und das sei ein untragbares Risiko.

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