Wrack der Asiana-Maschine: Die Ermittler gaben den Piloten die Schuld.

StrafeAsiana muss wegen Crash San-Francisco-Flüge aussetzen

Sechs Jahre nach der tödlichen Bruchlandung einer Boeing 777 von Asiana in San Francisco bestraft das Oberste Gericht in Südkorea die Airline nun.

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Der Unfall liegt bereits mehr als sechs Jahre zurück. Und doch werden Passagiere von Asiana die Folgen in nächster Zeit zu spüren bekommen. Die Fluggesellschaft aus Südkorea wurde vom Obersten Gericht angewiesen, Flüge nach San Francisco für eine Zeit von 45 Tagen auszusetzen. Die Fluggesellschaft hat ein halbes Jahr Zeit, das umzusetzen.

Die Maßnahme ist eine Strafe für Verfehlungen, die das Gericht nach der Bruchlandung einer Boeing 777 in San Francisco bei Asiana ausgemacht hat. Unzureichendes Training der Besatzung sei einer der Hauptgründe für den Unfall, weshalb die Fluglinie bestraft werden müsse. Ein entsprechendes Urteil einer niedrigeren Instanz hatte Asiana zuvor angefochten. Nun muss die Airline die Strafe verbüßen.

Schaden von mehreren Millionen Euro

Einmal täglich fliegt Asiana von Seoul in die Stadt an der US-Westküste. Die Verluste, die durch den 45-tägigen Flugstop entstehen, schätzt das Unternehmen auf 11 Milliarden Won (umgerechnet rund 8,4 Millionen Euro). Die Regierung ist nun bemüht, andere Airlines dazu zu bringen, auf der Strecke in der betroffenen Zeit mehr Kapazität anzubieten.

Bei dem Unfall im Juli 2013 kamen drei Personen ums Leben. Weil das Instrumentenlandesystem in San Francisco defekt war, hatten die Piloten einen Sichtanflug durchführen müssen. Dabei ging einiges schief, der Langstreckenflieger touchierte eine Mauer und die Piloten verloren die Kontrolle. Ihnen wurde von den Ermittlern die Hauptschuld am Unfall gegeben.

Kulturwechsel bei Asiana

Der Pilot, der den Flieger landen sollte, hatte viel Erfahrung. Er konnte zum Unglückszeitpunkt auf mehr als 10.000 Stunden Flugzeit zurückblicken, wie Asiana bekannt gab. Er war zwischen 2004 und 2009 auch schon verschiedene Male in San Francisco gelandet. Doch auf der Boeing 777 war er ein Neuling. Erst 43 Stunden saß er insgesamt am Steuer der Langstreckenmaschine. Die Landung war seine erste in San Francisco.

Doch sein auf der Maschine erfahrener Arbeitskollege hatte sich nicht getraut, ihn auf mögliche Fehler hinzuweisen. Der Grund: In der koreanischen Kultur ist es oft nicht erwünscht, dass man ranghöheren Angestellten widerspricht. Asiana hat in Folge des Unfalls deutlich gemacht, dass man so etwas nicht mehr dulde und der Widerspruch in solchen Fällen Pflicht sei.

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