Asiana-Flieger: Mehr Erfahrung nötig.

Flug OZ214: Ausbildung angepasst

Nach der Bruchlandung kam Kritik an der zu geringen Erfahrung der Piloten auf. Asiana reagiert nun. Und auch die USA führen neue Regeln ein.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Erst 43 Stunden Flugerfahrung auf der Boeing B777 hatte der Pilot, der im Cockpit der Maschine saß, die am 6. Juli am Flughafen in San Francisco verunglückte. Er war noch in der Ausbildung und absolvierte gerade seinen achten Flug mit einer Maschine dieses Typs. Und auch der ausbildende Pilot im Cockpit war nicht sehr erfahren. Er absolvierte seinen ersten Flug in dieser Funktion. Die Fluggesellschaft musste sich in der Folge einiges an Kritik anhören. Die Ausbildungsstandards seien zu niedrig, so Kritiker. Der Ruf von Asiana litt massiv.

Nun handelt die Airline. Wie sie laut einem Artikel des Internetportals TVNZ mitteilt, will sie die Latte für Piloten, die von einem Flugzeugtypen auf den anderen umsteigen, höher legen. Der Kapitän des Unglücksfluges hatte vor der Triple-Seven Airbus-Jets gesteuert. «Wir werden unser Training für umsteigende Piloten deutlich hochschrauben», so Asiana in der Mitteilung. Momentan muss ein Pilot zehn Flüge absolvieren und insgesamt 60 Stunden hinter sich bringen, um für die B777 zertifiziert zu werden.

Verbesserte Sichtanflüge

Unter anderem will Asiana das Training der Piloten bei Sichtanflügen verschärfen. Auch der Umgang mit der Automatisierung solle sensibilisiert werden. Asiana-Flug OZ214 war viel zu langsam unterwegs, zeigen die Ermittlungen. Die Piloten hatten sich auf den automatischen Geschwindigkeitsmesser verlassen. Auch die Kommunikation zwischen den Crewmitgliedern solle verbessert werden. Zusätzlich plant Asiana, die Wartungsteams für Airbus- und Boeing-Jets zu trennen, damit die Techniker besseres Knowhow haben.

Auch in den USA hat die Regierung entschieden, die Pilotenausbildung zu verschärfen. Wer Passagiere oder Fracht transportiert, braucht nun mindestens 1500 Stunden Flugerfahrung. Bisher waren es für einen Kopiloten 250. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, steht dieser Schritt aber in keinem Zusammenhang mit dem Asiana-Crash.

Mehr zum Thema

interview korean air

«Wir planen neue Verbindungen nach Europa»

ticker-asiana

Powerbank-Brand auf Asiana-Flug nach Hongkong

ticker-asiana

Asiana Airlines fliegt neu nach Budapest - als Ergänzung zu Korean Air

ticker-asiana

Asiana Airlines startet Flüge nach Mailand - und ergänzt Korean Air

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg