Pantir-S: Mit so einem russischen Kurzstrecken-Flugabwehrraketen-System soll der Jet beschossen worden sein.

Azerbaijan AirlinesAserbaidschan geht offenbar von russischem Beschuss der Embraer E190 aus

In Aserbaidschan hält man die Theorie für wahrscheinlich, dass die Embraer E190 von Azerbaijan Airlines versehentlich von Russland beschossen wurde. Und behauptet, dem Flieger sei die Landung verweigert worden.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Die Löcher gaben Rätsel auf: Schon kurz nach dem Absturz einer Embraer E190 von Azerbaijan Airlines machten Fotos die Runde, die Löcher in Leitwerk und Rumpf zeigen. Viele Beobachter vermuteten, dass es Einschusslöcher oder Schrapnell sein könnten. Laut dem lokalen Portal Caliber sehen das offenbar auch die Ermittler in Aserbaidschan so.

Es will aus zuverlässigen Regierungsquellen erfahren haben, dass die aserbaidschanischen Behörden davon ausgehen, dass Flug J28243 beim Anflug auf das Ziel Grozny vom russischen Raketenabwehrsystem Pantir-S beschossen wurde. Zum gleichen Zeitpunkt habe ein ukrainischer Drohnenangriff auf die tschetschenische Hauptstadt stattgefunden.Das hat die Regierung der Republik bestätigt. Jedoch soll es keine Schäden gegeben haben.

Starker Nebel nicht in Wetterdaten bestätigt

Die Embraer E190 mit dem Kennzeichen 4K-AZ65 hatte gemäß behördlichen Angaben wegen schlechter Sicht nicht in Grozny landen können. Offenbar waren mindestens zwei Versuche misslungen. Danach suchte die Cockpitcrew nach Alternativen. Doch für die russischen Ausweichflughäfen Makhachkala und Mineralnye Vody bekam sie gemäß Caliber keine Landeerlaubnis.

Die Embraer E190sei nach Aktau geschickt worden - also über das Kaspische Meer. Das bedeutet eine Strecke von rund 450 Kilometern. Am Tag nach dem Absturz hatte Azerbaijan Airlines bekannt gegeben, alle Flüge nach Tschetschenien und Dagestan einzustellen.

Luftraum war nicht gesperrt

Sollte es sich wirklich um einen versehentlichen Beschuss handeln, wäre Russland unter Erklärungsdruck. Denn besteht Gefahr eines Drohnenangriffs oder ist dieser sogar schon im Gange, muss der Luftraum im Gebiet für zivile Flugzeuge gesperrt werden. Das war zu diesem Zeitpunkt über Tschetschenien nicht der Fall. Russland weist die Vorwürfe eines möglichen Beschusses noch zurück.

Erwiesen ist offiziell bislang nur: Die Cockpitcrew von von Azerbaijan Airlines  hatte über dem Kaspischen Meer den Transpondercode 7700 abgesandt. Er steht für einen Luftnotfall. Videos, die am Flughafen aufgenommen wurden, zeigen, wie die 2013 ausgelieferte E190 schnell nach unten sinkt. Dann dreht sie sich nach rechts und knallt auf den Boden. Man sieht Flammen aufsteigen, später schwarzen Rauch.  Die Bilanz des tragischen Absturzes von Flug J28243 vom 25. Dezember: 40 Tote und 29 Überlebende.

Mehr zum Thema

Warnung: Das Video enthält Szenen, die für einige möglicherweise verstörend wirken könnten.

Die Theorie des Abschusses der Embraer E190 von Azerbaijan Airlines

Woher stammen die Löcher in der abgestürzten Embraer E190 von Azerbaijan Airlines?

Woher stammen die Löcher in der abgestürzten Embraer E190 von Azerbaijan Airlines?

Trümmer von Flug PS752: Die Boeing 737 von Ukraine International wurde im Iran abgeschossen.

Wenn Armeewaffen Passagierjets treffen

ticker-azerbaijan-airlines-azal

Azerbaijan Airlines nimmt Brüssel ins Streckennetz auf

Video

Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies