Yak-42: Mit einem solchen Flieger verunglückte die Eishockeymannschaft in Jaroslawl.

Klage gegen Russlands Behörde

Ein Anwalt zweifelt an der Objektivität der Untersuchungsbehörde. Sie soll Verantwortliche von Abstürzen schützen.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Condor Logo Stelle

Duty Manager Ground Handling Center im Schichtdienst (m/w/d)

Feste Anstellung
Condor Flugdienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Am 4. September verunglückte eine Yak-42 der russischen Fluggesellschaft Yak Service kurz nach dem Start in Jaroslawl. Die Maschine stieg bloß auf fünf bis sechs Meter über Boden, drehte dann nach links, touchierte Bäume und einen Antennenmast und stürzte dann zu Boden (aeroTELEGRAPH berichtete). 44 Menschen kamen ums Leben, darunter eines der besten Eishockeyteams des Landes. Schuld daran sein sollen laut der russischen Untersuchungsbehörde MAK die Piloten. Sie hätten falsche Instrumente bedient und somit den Fehlstart ausgelöst. Einer der Piloten soll laut der MAK beim Start die Bremsen bedient haben und so den Flieger daran gehindert haben, genug Höhe zu gewinnen.

Igor Trunow glaubt das nicht. Der russische Anwalt wirft der 1992 gegründeten Behörde vor, bei dieser und auch bei anderen Untersuchungen nicht objektiv vorzugehen. Sie schütze bewusst Akteure in der Luftfahrtindustrie der Region. Der Mangel an Objektivität in der Behörde führe zu neuen Desastern, wie Trunow laut russischen Medien bei einer Pressekonferenz sagte. Er agiert im Auftrag der Familien einiger der Opfer verschiedener Flugunfälle, die in den letzten Monaten in Russland passierten - darunter eben auch der in Jaroslawl. Sein Ziel: Die Macht der MAK einzuschränken. Dafür will er beim obersten Gerichtshof in Russland eine Klage einreichen.

Schlechter Treibstoff?

Das Quasimonopol der Behörde führe dazu, dass alle Schuld auf die toten Piloten geschoben werde. Die wahren Verantwortlichen würden nicht zur Rechenschaft gezogen. Laut Trunow könnte etwa auch schlechter Treibstoff ein Grund für den Absturz in Jaroslawl sein - obwohl die offiziellen Angaben dem widersprechen. Auch unabhängige Experten spekulieren in Russland seit Monaten über die möglichen Gründe für den Absturz. Wirklich sicher scheint aber noch nichts.

Die MAK wurde von 12 ehemaligen Sowjetstaaten gegründet, daher auch ihr offizieller Name Zwischenstaatliches Luftfahrtkomitee. Neben der Untersuchung von Unfällen ist sie etwa auch für die Zertifizierung von Fliegern zuständig.

Mehr zum Thema

nordatlantik

Russische Raketen-Warnung sorgt für Stress auf Flügen zwischen Europa und Nordamerika

A320 von Ural Airlines: Auch bei der Airline kam es kürzlich zu Problemen mit einem Triebwerk.

Russische Fluggesellschaften leiden unter unheimlicher Serie an Triebwerkspannen

Ilyushin-Chefs Daniil Brenerman vor der Il-114-300: Das erste Flugzeug hat jetzt die Kabinenausstattung bekommen.

Erster Blick in die Kabine der Ilyushin 114-300

Cessna Skylane in Russland: Die Regierung will jetzt eigenen Kleinflugzeuge bauen.

Russland will Alternative zu Cessna und Co. entwickeln

Video

amsterdam schiphol schneemann
Der Schnee sorgt für Chaos und Hunderte Flugausfälle am größten Flughafen der Niederlande. Trotz der harten Bedingungen hat das Bodenpersonal in Amsterdam offenbar Spaß bei der Arbeit.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die Boeing 757 des Justizministeriums der USA nach der Landung in New York: Diktator an Bord.
Nach dem nächtlichen Zugriff der U.S. Army in Caracas endet der Weg des venezolanischen Machthabers vor einem Gericht in New York – an Bord einer 36 Jahre alten Boeing 757 des Justizministeriums der USA.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Die verunglückte ATR 72 von Buddha Air: Überschoss die Landebahn in Bhadrapur.
Bei der Landung in Bhadrapur konnte eine ATR 72 von Buddha Air nicht rechtzeitig abbremsen. Sie schoss 300 Meter über die Piste hinaus. Sieben Menschen wurden dabei verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin