Antonov Airlines stellt dafür fest zwei An-124 zur Verfügung.

Neue PerspektivenAntonov prüft neues Produktionswerk in Brasilien

Der ukrainische Flugzeughersteller kann als Folge des Krieges nicht arbeiten. Das Management denkt daher über eine Produktionsverlagerung ins Ausland nach. Ein Kandidat ist Brasilien.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Es ist der Super-Gau für Antonov - der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Drei Tage nach dem Einmarsch der Truppen wurde auch ihr Flaggschiff, die An-225 und damit das größte Frachtflugzeug der Welt, bei Kampfhandlungen am Werksflughafen Hostomel völlig zerstört.

Gut stand es um den ukrainischen Flugzeughersteller freilich schon vorher nicht. Wegen der Annexion der Krim und dem Krieg in der Ostukraine entschied sich Kyiv 2015, den Kooperationsvertrag mit Russlands United Aircraft Corporation UAC zu kündigen. Gemeinsam wollten sie zuvor zusammen diverse Modelle weiterentwickeln.

Liegt die Zukunft in Südamerika?

Mit dem Aus fehlten Antonov schlagartig zahlreiche wichtige Bauteile zur Flugzeugproduktion, da diese vorher aus Russland gekommen waren. In der Folge lief seitdem kein einziges neues Flugzeug mehr vom Band. Um profitabel zu wirtschaften, müsste Antonov 12 bis 15 Maschinen im Jahr bauen, hieß es damals. Der russische Krieg hat die Produktion im Inland auf absehbare Zeit unmöglich gemacht.

Inzwischen sucht Antonov in zahlreichen Ländern nach neuen Partnern und auch neuen Produktionsstandorten. Nun könnten die Ukrainer in einer weiteren Luftfahrtnation fündig geworden sein: Brasilien.

Nachbar von Embraer

Laut brasilianischen Medien waren Vertreter von Antonov am 11. April in Brasilien, um mit der Regierung über den Aufbau eines Produktionswerks zu beraten. Das geplante Investitionsvolumen soll 50 Milliarden Dollar betragen. Es könnten rund 10.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze entstehen.

Der Businessplan sieht den Bau einer 70.000 Quadratmeter großen Anlage vor. Zudem soll eine rund 2.400 auf 50 Meter lange Start- und Landebahn entstehen. Laut CNN Brasil sollen mit São Paulo und Paraná zwei brasilianische Bundesstaaten Interesse an dem Werk gezeigt haben. Der staatliche Flugzeugbauer Embraer hat seinen Sitz ebenfalls im Bundesstaat São Paulo.

Lula-Aussage sorgte für Verwirrung

Zwischenzeitlich waren Falschmeldungen im Umlauf, dass Antonov die Verhandlungen abgebrochen habe, nachdem der brasilianische Staatspräsident Lula da Silva davon gesprochen hat, dass der Krieg auch von der Ukraine geführt werde und Präsident Volodymyr Zelenskyy keine Friedensinitiative ergreife.

Laut CNN dementierte Antonov die Meldung und gab später in einer Mitteilung bekannt, dass man weiter Interesse habe, zusammen mit Brasilien an der Entwicklung der Luftfahrttechnologien zu arbeiten. Zudem schätze man die offiziellen Initiativen der brasilianischen Seite im Hinblick auf den Aufbau einer für beide Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit. Gleichzeitig spreche man auch mit anderen Ländern.

Mehr zum Thema

An-225 mit Raumfähre: Keine Teile mehr aus Russland für Antonov.

Antonov kann keine Flugzeuge mehr bauen

Der Airbus Beluga absolvierte seinen Erstflug am 13. September 1994.

Airbus gründet Frachtairline und greift Antonov Airlines an

Antonov Airlines macht sich auch Sorgen um ihre An-22

Antonov Airlines macht sich auch Sorgen um ihre An-22

ticker-brasilien

Brasiliens Inlandsflugverkehr boomt - 15 Prozent höheres Angebot in der Hochsaison

Video

Der Airbus A220 von Croatia Airlines: In Split von der Piste abgekommen.
Eigentlich sollte Flug OU412 nach Frankfurt starten. Doch beim Beschleunigen geriet der Airbus A220 von Croatia Airlines aus ungeklärten Gründen von der Piste des Flughafens Split ab. Nun ermittelt die kroatische Flugunfallbehörde.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Westjet Boeing 787
Reisende werfen der kanadischen Fluglinie vor, ihnen Entschädigungen vorzuenthalten. Der Verdacht: Wechselt Westjet im letzten Moment Flugzeuge ein, die sich bereits in der Wartung befinden, um dann den Flug zu annullieren? Eine kanadische Behörde ermittelt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin