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Afrika: Bedrohung vom Golf

Eigentlich birgt die Luftfahrt in Afrika viel Potenzial. Doch die Airlines haben Angst vor Konkurrenz aus dem Ausland.

Allwayne/Wikimedia/CC

Flughafen in Nairobi: Immer mehr Airlines zieht es hierhin.

Reisen mit dem Flugzeug boomt in Afrika. Nach Asien und dem Nahen Osten verzeichnet der Schwarze Kontinent weltweit das drittstärkste Wachstum. Zu verdanken hat die Branche das vor allem der wachsenden Mittelklasse und der erstarkenden Wirtschaft. Das bringt mehr Privat- und Geschäftsreisende. Um 8,3 Prozent soll die Zahl der Meilen 2012 steigen, welche Afrikaner in der Luft zurück legen.

Es wären eigentlich tolle Voraussetzungen für die Airlines des Kontinents. So vergrößern viele von ihnen denn auch die Flotten und erweitern Ziele und Frequenzen, um von den steigenden Passagierzahlen zu profitieren. Doch nicht nur sie haben das Potenzial erkannt. Auch ausländische ANbiete drängen zunehmend nach Afrika. Eine Bedrohung sieht man vor allem aus der Golfregion kommen. Die von dort stammenden Airlines grasen zunehmend das Feld der heimischen Fluglinien ab.

Emirates und Co. haben Afrika entdeckt

Emirates hat bisher das größte Streckennetz aller Golf-Airlines in Afrika und fliegt auf dem Kontinent 22 Destinationen an. Gulf Air will schon bald nach Juba im Südsudan fliegen, Etihad fliegt ab April nach Nairobi und Qatar zieht es nach Mombasa, Sansibar, Nairobi und Addis Abbeba. Die afrikanischen Anbieter kommen daher langsam ins Schwitzen – und widersprechen sich zum Teil selbst.

Hieß es vor Kurzem noch, dass die Regierungen des Kontinents zu viel regulieren, zu hohe Steuern erheben und so ein gesundes Wachstum unmöglich machen, so will man nun Unterstützung von ihnen. Gegenüber der Nachrichtensite Eturbonews äußerten Branchenvertreter den Wunsch, statt durch Steuern und Gebühren die heimischen Airlines zu bremsen, sich die Regierungen Afrikas lieber auf ausländische Anbieter konzentrieren sollten – einseitige Regulierung also.



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