Joe Biden beim Aussteigen aus der Air Force One: Bitte nicht stehlen!

Diebstahl in Boeing 747An Bord der Air Force One wird eifrig gestohlen

Für viele sind es Souvenirs - doch eigentlich handelt es sich um Eigentum des Staates. An Bord der Air Force One des Präsidenten der USA wird seit Jahren geklaut. Jetzt greift man durch.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Viele Reisende sehen es als Kavaliersdelikt. Als Souvenir stecken sie Besteck, Geschirr oder Decken aus dem Flugzeug ein. Und das gerne auch vorne, wo die Ausrüstung hochwertiger ist. Doch das Problem kennen nicht nur Linienfluggesellschaften, wie sich nun zeigt. Auch an Bord des wohl berühmtesten Flugzeugs der Welt wird eifrig stibitzt.

Die Air Force One hat ein Diebstahlproblem. Schon seit Jahren verschwinden Gegenstände nach Flügen mit der Boeing 747. Kein Wunder: Die Utensilien mit dem Logo des Präsidenten der USA kann man zwar kaufen. Doch Geschirr, Decken, Gläser an Bord sehen offenbar doch noch etwas anders aus als die Souvenirs, die man erwerben kann.

Hauptsächlich die Presse stiehlt

Offenbar handelt es sich bei den Langfingern hauptsächlich um Mitglieder des Pressekorps, also mitreisende Journalistinnen und Journalisten. Kürzlich wurde bei der Inventur nach einer Reise vom Sicherheitsdienst festgestellt, dass zahlreiche Gegenstände fehlten. Dazu zählten Servietten, Kissenbezüge mit speziellem Emblem, aber auch Teller mit Goldrand.

Die Vereinigung der Korrespondenten des Weißen Hauses sah sich daher gezwungen, ihre Mitglieder zu warnen. Die Mitnahme von Gegenständen aus dem Flugzeug sei streng untersagt. Außerdem bemängelt der Verband, dass ein solches Verhalten ein schlechtes Licht auf denPress Pool - die Gruppe von Journalistinnen und Journalisten, die mit dem Präsidenten reisen - wirft, und aufhören muss.

Auch Politikerinnen und Politiker lassen etwas mitgehen

Laut dem Portal Politico stehlen die Medienvertreter an Bord schon lange. «Auf meinem ersten Flug sagte die Person neben mir: ‹Sie sollten dieses Glas mitnehmen›», so ein Journalist des Weißen Hauses. «Die Person sagte: ‹Jeder macht das.›» Laut dem Bericht sind es aber nicht nur Journalistinnen und Journalisten, sondern auch Politikerinnen und Politiker, die manchmal etwas mitgehen lassen.

So habe es einen  Senator gegeben, der - wie ein geschwätziger Mitarbeiter dem Portal erzählte - alles mitnahm, was nicht festgeschraubt war. Nach der letzten Reise sandte das Weiße Haus eine Nachricht an die Pressevertretenden, die mitgereist waren, und fragte, ob jemand aus Versehen Gegenstände eingesteckt habe. Dazu gab es laut Politico tatsächlich eine Rückmeldung. Ein Kissenbezug sei dann «diskret» wieder retourniert worden.

Mehr zum Thema

Maschinen der Air Force: Das Catering auf den Präsidentenmaschinen steht in der Kritik.

Stress wegen Essen in der Air Force One und Air Force Two

Kabine von Lufthansa: Nicht immer sind nach dem Flug alle Decken und Kissen noch da.

Auch bei Lufthansa wird eifrig stibitzt

Kabine von Aeroflot: Die Fluggesellschaft hat ein Problem mit Langfingern an Bord.

Aeroflot warnt Passagiere vor Taschendieben an Bord

US-Präsident Joe Biden (rechts) auf dem Weg zur aktuellen Air Force One: Die ...

Boeing braucht mehr Zeit für neue Air Force One (und mehr Geld)

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier