Kabine von Aeroflot: Die Fluggesellschaft hat ein Problem mit Langfingern an Bord.

Neue BordansagenAeroflot warnt Passagiere vor Taschendieben an Bord

Auf Flügen der russischen Nationalairline nach Hongkong und Istanbul kam es zu Taschendiebstählen. Aeroflot reagiert mit neuen Sicherheitsansagen.

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Alle, die in den letzten Jahren an Flughäfen unterwegs waren, kennen die automatische Durchsage. «Bitte lassen Sie Ihr Gepäck nicht unbeaufsichtigt». Trotzdem werden Koffer und Taschen immer wieder herrenlos an Airports entdeckt. In den meisten Fällen ist der Grund harmlos: schusselige Reisende haben sie versehentlich stehengelassen.

Herrenlose herumstehende Gepäckstücke gelten jedoch generell als verdächtig - aus Gründen der Terrorabwehr. Der Bereich muss daher abgesperrt werden, Sprengstoffhunde müssen geholt werden. Der Polizeieinsatz ist teuer. Die Durchsage ist ein Weg, um diesen Situationen vorzubeugen.

Hongkong und Istanbul betroffen

Ungewöhnlich ist der Sicherheitshinweis an Bord von Flugzeugen. Doch an Bord von Flügen von Aeroflot wird er neuerdings auf zwei Strecken zum Standard. «Um Ihre persönlichen Gegenstände, darunter Bargeld, Dokumente und Mobiltelefone, zu schützen, empfehlen wir Ihnen, diese nicht unbeaufsichtigt zu lassen.», heißt es seit dem 9. Februar.

Zuvor wurden Reisenden Bargeld und persönliche Wertgegenstände entwendet, berichtet der russische Luftfahrtnachrichten-Kanal Aviatorshina. Betroffen waren Flüge von Moskau nach Hongkong und Istanbul. Das Management der Fluggesellschaft hat ihr Kabinenpersonal angewiesen, auf den beiden Flügen die neue Ansage vorsorglich während des Steigflugs vorzulesen.

Reisende haften für Handgepäck

Fluggesellschaften haften für Diebstahl, Beschädigung oder Verlust von Passagiergegenständen, die im Gepäckraum eines Flugzeugs aufgegeben werden. Für das Handgepäck ist jeder Passagier selbst verantwortlich.

Aeroflot steht mit dem Problem von klauenden Passagieren nicht allein da, aber meistens werden nicht die Mitreisenden beklaut, sondern die Fluggesellschaften. Dabei werden Decken, Kissen und Besteck nicht immer nur als Mitbringsel geklaut, sondern teilweise landet die Ware dann auch auf Online-Auktionshäusern. Lufthansa schaltet dann die Konzernsicherheit ein, um einen gewerbsmäßigen Verkauf zu unterbinden.

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