Bald ohne First Class: Die B777-200 von American Airlines bekommen ein neues Innenleben.

Mehr Sitze pro MaschineAmerican baut Boeing 777 um

Warum mehr Jets anschaffen, wenn man einfach mehr Sitze einbauen kann? Das scheint sich American Airlines zu denken und baut seine Boeing-777-Flotte um.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

In den kommenden Jahren will American Airlines seine Kapazität um fast 2000 Sitzplätze steigern - ohne neue Maschinen zu kaufen. Stattdessen sollen alle 47 Boeing 777-200 umgebaut werden und so 17 Prozent mehr Sitzplätze geschaffen werden. Dafür wird die First Class entfernt, die Business Class wird ausgebaut und bekommt die neuesten Lie-Flat-Sitze, in der Economy wird die Zahl der Sitzplätze von 247 auf 289 gesteigert. American Airlines kann also deutlich mehr Tickets verkaufen - bei einer verhältnismäßig geringen Investition.

Vorbild für den Umbau könnte Southwest Airlines sein, die vor einigen Jahren ihre Sitz-Kapazität steigerte, ohne ihre Flotte aufzustocken. Die Airline packte eine weitere Sitzreihe in ihre bestehenden 137-Sitze-Flugzeuge. Zudem setzte Southwest zunehmend auf die 175-Sitz-Variante der B737 und flaggte nach und nach die 117-Sitz-B717 aus. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Insgesamt schrumpfte die Anzahl der Flugzeuge um 2,1 Prozent, zugleich stieg aber die Anzahl der angebotenen Plätze um 4,6 Prozent. Durchschnittlich hat jede Southwest-Maschine nun 143,2 Sitze - das ist ein Plus von 6,9 Prozent in nur zweieinhalb Jahren.

Flugzeughersteller reagieren

Und die beiden Airlines sind nicht die einzigen: Immer mehr Airlines haben ähnliche Pläne. Sie tauschen kleinere Maschinen gegen größere und packen mehr Sitze in ihre bestehenden Flugzeuge - ein Trend, dem die Flugzeugbauer jetzt auch folgen. In der neuen Version der B737 Max 8 von Boeing sollen mehr Passagiere unterkommen und auch Konkurrent Airbus bietet den A320 Neo und A321 Neo künftig mit höherer Kapazität an. Die zusätzlichen Sitze sollen aber nicht auf Kosten der Bequemlichkeit gehen. Stattdessen lässt sich durch dünnere Sitze einiges an Platz gewinnen.

Der Umbau der B777-200 sei besonders interessant, findet Triblive. Die zwischen 1999 und 2001 ausgelieferten Maschinen waren bislang das Flagschiff von American Airlines. Vor zwei Jahren allerdings wurden immer mehr B777-300ER ausgeliefert, eine größere 310-Sitz-Variante, die nun die Vorzeigemaschinen von American Airlines sind. Sie werden auf den prestigeträchtigen Strecken nach London und Sao Paulo eingesetzt, sowie nach Hongkong.

Mehr zum Thema

ticker-american-airlines

American Airlines bringt Bildschirme auf Kurz- und Mittelstrecken zurück - und baut Premium-Anteil aus

ticker-american-airlines

Schon wieder: Zwei Flüge von American Airlines gleichzeitig mit demselben Rufzeichen unterwegs

Flughafen Phoenix in der Nacht: Es kam zu einer ungewöhnlichen Situation.

Zwei Flüge von American Airlines gleichzeitig mit demselben Rufzeichen unterwegs

ticker-american-airlines

American Airlines und US-Regierung einigen sich über Haftung nach Absturz in Washington

Video

airbus a380 flightlab 2 jayn
Airbus hat einen A380 aus Abu Dhabi zurück nach Europa geholt und ihm in Irland eine neue Lackierung verpasst. Bevor er für Triebwerkstests umgerüstet wird, absolvierte der Riesenflieger nun einen tiefen Überflug über den Flughafen Toulouse-Blagnac.
Timo Nowack
Timo Nowack
Designentwurf der Hydra: Der Entwurf von Studierenden der TU Berlin hat die DLR Design Challenge gewonnen.
Schlägt man ihr einen Kopf ab, wachsen zwei nach. Zumindest bei der Hydra aus der Sage. Beim gleichnamigen Flugzeugkonzept der TU Berlin lässt sich der Antriebsstrang einfach austauschen. Damit haben die Studierenden nun einen renommierten Wettbewerb gewonnen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Das Terminal des Port Polska: Platz für vorerst 44 Millionen passagiere.
Von Kommunisten erdacht, viel später von einer nationalkonservativen Regierung wiederbelebt und schließlich von einer liberalen Regierung bestätigt: Port Polska hat viele politische Wendungen überlebt. Polens neuer Zentralflughafen nimmt nun konkrete Formen an. Ende 2032 soll er eröffnet werden - mit Platz für jährlich 44 Millionen Fluggäste, 24-Stunden-Betrieb und Lot Polish Airlines als wichtigster Nutzerin.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin