Sieht gut aus - war auch teuer: der Flughafen Bozen in Südtirol.

Teurer Südtiroler FlughafenBozen kostete fast 100 Millionen

Erstmals hat das Land Südtirol die Zahlen für den Flughafen Bozen veröffentlicht. Und die sind für die Steuerzahler der italienischen Provinz nicht erfreulich.

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Fast 100 Millionen Euro hat das Land Südtirol in der Zeit von 1997 bis 2013 für den Flughafen Bozen auf den Tisch gelegt. Laut Tageszeitung Alto Adige handelt es sich um eine Summe von 96,7 Millionen Euro. Zum Vergleich: Rund 100 Millionen Euro sind im Haushalt 2014 etwa für den geförderten Wohnbau oder für mittelgroße Umfahrungsstraßen vorgesehen, rechnet Südtirol News vor.

Nun will die Landesregierung entscheiden, ob der Flughafen weiter ausgebaut werden soll, damit auch größere Maschinen künftig in Bozen landen können, oder aber ob man sich mit einem halbfertigen Projekt zufrieden gibt.

Viel Geld für Pleite-Airline Air Alps

Bislang wurden 19,4 Millionen Euro in die Flughafengesellschaft ABD investiert, die seit 2009 eine Inhouse-Gesellschaft der südtiroler Landesverwaltung ist. Eine weitere Inhouse-Gesellschaft, die Transportstrukturen AG STA, erhielt weitere 17,1 Millionen Euro. Hinzukommen 15 Millionen, um Grundstücke zu erwerben, 2,7 Millionen für die Feuerwehr.

Und auch einige Airlines erhielten Zuschüsse: Air Alps, die von 2009 bis 2013 von Bozen nach Rom flog, wurde mit 3,8 Millionen bedacht. Darwin Air erhielt allein zwischen Juni und Dezember 2013 733.000 Euro. Über die STA erhielt Air Alps sogar noch weitere 4,4 Millionen Euro.

Betrieb eingestellt

Die Airline stellte im vergangenen Jahr den Betrieb ein - abgesehen von einer kurzen Wiederinbetriebnahme im Februar diesen Jahres. Für die Mediationsbemühungen mit den Kritikern des Flughafens und Umweltschützern gab das Land übrigens 288.000 Euro aus - der Versuch scheiterte letztlich aber.

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