Marabu steht kurz vor ihrer vierten Sommersaison. Die Condor-Schwester, die Ende 2022 in Tallinn gegründet wurde, hat sich nach einem holprigen Start mittlerweile etabliert. Ihre Flotte ist auf aktuell zehn Airbus A320 Neo angewachsen, und bis zum Beginn der touristischen Sommersaison im Mai erwartet sie zwei weitere Flugzeuge dieses Typs. Dann wird Marabu mit einer Flotte von insgesamt zwölf Flugzeugen unterwegs sein.
«Im Sinne von Condor fliegen und sie unterstützen»
Stabilisierung und nachhaltiges Wachstum sind für Fabian zunächst die obersten Ziele. Um das zu erreichen, überarbeitet Marabu gerade ihre Basenstrategie. «Wir möchten drei bis vier Kernstandorte festlegen, aber flexibel genug bleiben, um dort zu operieren, wo Condor es für sinnvoll hält», so Fabian. Die kommerzielle Verantwortung liegt bei Condor in Frankfurt.
Marabu-Chef Paul Fabian. Marabu Airlines
In Tallinn schlägt das operative Herz von Marabu
Letztlich gehe es auch darum, dass Kundinnen und Kunden bei Marabu und bei Condor das gleiche Erlebnis haben, sagt Fabian. Darin sei er sich auch mit Condor-Chef Peter Gerber einig. Qualitativ sollen die Kabinen ein gleiches Produkt bieten, aber mit Airline-spezifischen Unterschieden, wie etwa den Condor-Streifen oder Marabus blauem Teppichmuster.
Kommerziell wird Marabu von Frankfurt aus gesteuert, doch der Flugbetrieb hat seinen Hauptsitz in Tallinn. Dort befinden sich etwa das Operations Control Center (OCC) und der Kundenservice. Auch die Planung und Zuweisung von Arbeitszeiten und Einsätzen für die Crews, die Rekrutierung von Mitarbeitenden und Teile der Ausbildung finden in Estland statt.
Neuer Chef: Marabu «auf gutem Weg zur Profitabilität»
Das alles führt dazu, dass es auch finanziell aufwärts geht. «Wir haben eine stabile Basis und befinden uns auf gutem Weg zur Profitabilität», sagt Fabian. Die Marabu von heute sei heute nicht mehr die Marabu von vor drei Jahren. «Wir haben eigene Flugzeuge, ein eigenes Fuel-Management und eigene Technik-Teams», so der neue Chef.
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